Muhterem Aras
Für die Landesregierung erteile ich das Wort Frau Ministerin Walker. (Abg. Andreas Schwarz GRÜNE: Das war eine sehr eigenartige Handbewegung des Herrn! – Gegenruf des Abg. Anton Baron AfD: Jetzt aber! Das ist ja billig! Oh Gott, Herr Schwarz! Wirklich beschämend!) Ministerin für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Thekla Walker: Sehr geehrte Frau Präsidentin, liebe Kolleginnen und Kollegen! In der vergangenen Woche hat die Carl Zeiss AG verkündet, dass sie in Ostwürttemberg einen eigenen Windpark errichten lässt. Die Carl Zeiss AG steht für Hochtechnologie von Medizintechnik bis zur Smartphonekamera; sie ist ein Industriekonzern mit langer Tradition, mit einem Milliardenumsatz, ist global erfolgreich. Das Wichtige: Sie ist aus Baden-Württemberg, meine Damen und Herren. (Beifall bei den Grünen und des Abg. Raimund Ha- ser CDU) Und die Carl Zeiss AG will wachsen, und zwar hier bei uns in Aalen und in Oberkochen. Was brauchen Unternehmen, um eine sichere Wachstumsperspektive zu haben? Sie brauchen Energie – Energie, die sauber ist, Energie, die sicher verfügbar ist. Das gilt übrigens auch für die Versorgung mit Wärme. Denn Carl Zeiss will weg vom Gas, will weg vom fossilen Preisroulette, das eben keine Sicherheit bietet. Carl Zeiss will eine Wärmequelle, die CO - neutral, langfristig verlässlich und günstig ist, (Zuruf des Abg. Anton Baron AfD) und deswegen wird Carl Zeiss künftig auf die Wärmepumpentechnologie setzen, meine Damen und Herren. (Abg. Dr. Rainer Balzer AfD: Braucht man da keinen Strom?) Den Strom, der dafür notwendig ist, wird Carl Zeiss mit dem größten privaten Windpark, der errichtet werden soll, bereitstellen. Das ist ein 100-Millionen-Invest für die heimische Energieversorgung. (Zuruf des Abg. Anton Baron AfD) Es ist ein Bekenntnis zum Standort Baden-Württemberg, meine Damen und Herren. (Beifall bei den Grünen) Man braucht, wenn ich es mal so salopp sagen darf, keine Zeiss-Lupe, um an diesem Beispiel zu erkennen: Wer das Klima schützt, der schützt auch unseren Standort. Mit den Investitionen kommt Carl Zeiss dem Ziel, dem eigenen Unternehmensziel, baldmöglichst klimaneutral zu wirtschaften, näher. Dieses klimaneutrale Wirtschaften ist auch für Unternehmen die beste Risikoversicherung. Denn ein unbegrenzter Temperaturanstieg, wie wir ihn seit einigen Jahren erleben, macht Wetterextreme immer wahrscheinlicher. Das, was wir im vergangenen Jahr auch hier bei uns im Land erlebt haben – man muss sich das noch mal vor Augen führen –, hat erhebliche, auch finanzielle Schäden verursacht, gerade auch bei produzierenden Unternehmen. Deswegen ist es für die Unternehmen so wichtig, auch selbst in den Klimaschutz zu investieren, ode – 116. Sitzung – Mittwoch, 19. Februar 2025 (Abg. Anton Baron AfD: Was ist mit Hochwasser- schutz?) um ihre Produktionsstandorte hier zu schützen, meine Damen und Herren. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen)
