Dr. Markus Rösler
Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte einfach noch mal auf zwei ökonomische Aspekte eingehen, weil die von der FDP/DVP aufgesetzte Debatte natürlich – wenn auch nicht ganz realisiert – eine ökonomische Debatte ist. Das Erste ist: Wir müssen methodisch schon unterscheiden: Gibt es eine Einmalzahlung, gibt das eine einmalige Angelegenheit, was jetzt den Verkehrswert und den Marktwert der Murgschifferschaftsanteile betrifft? Und: Gibt es einen dauerhaften Nutzen beim Nationalpark aufgrund einer Erweiterung und Verbesserung? Das eine sind einmalige Kosten, das andere sind strukturelle Einnahmen. (Abg. Gabriele Rolland SPD: Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun! – Zuruf des Abg. Sascha Bin- der SPD) Da muss man methodisch unterscheiden. Der zweite Punkt ist: Bei Professor Dr. Hubert Job – das ist der über Deutschland hinaus führende Wissenschaftler beim Thema „Ökonomische Effekte in Großschutzgebieten“ – können wir nachlesen, dass es bei den Nationalparks in Deutschland, in Frankreich, in Tschechien, überall ganz erhebliche positive ökonomische Effekte von Nationalparks gibt. Diese Effekte muss ich ja, wenn ich ökonomisch denke, bei der Frage „Was ist uns der Nationalpark wert?“ mitberechnen. (Zuruf: „Uns“!) Das ist nicht nur unter seinem Aufhänger „Ökologie und Naturschutz“ zu betrachten, sondern auch – deswegen wird die Frage durchaus zu Recht gestellt – unter dem Aspekt, wie wir da ökonomische Effekte berechnen, die touristischer Art sind, die aber auch bioökonomischer Art sind, die sozioökonomischer Art sind. Wenn ich die einrechne, schneidet ein Nationalpark für die Region, für das Land sehr positiv ab. Deswegen ist das ein gutes Projekt, und deswegen sind wir auf einem guten Weg, dass wir den Nationalpark erweitern, gemeinsam mit den Kollegen von der CDU und der – – (Abg. Manuel Hagel CDU: „CDU/CSU-Landtags- fraktion“!) Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen)
