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Sarah Schweizer

CDU 12.12.2024 Sitzungen 17/110

Sehr geehrter Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen! Nach dieser heißen Debatte und lebendigen Diskussion glaube ich, dass es gut ist, wenn ich mit dem Thema weitermache, mit dem Minister Peter Hauk aufgehört hat, nämlich mit dem Wald. Wir stellen uns alle vor, wir sind gemeinsam im Wald, die Vögel zwitschern, wir kommen etwas herunter (Vereinzelt Heiterkeit) und haben etwas Ruhe unter dem Blätterdach. Der Wald ist ein großer Teil des ländlichen Raums. Er ist untrennbar mit dem ländlichen Raum verknüpft. 40 % unserer Landesfläche sind von Wald bedeckt. Der Wald in Baden-Württemberg – wir haben es gerade gehört – steht trotz der Hitzesommer und des Borkenkäfers im Ländervergleich wirklich gut da. (Zuruf von der AfD: Ach was?) Das ist das Ergebnis der aktuellen Bundeswaldinventur. Das haben wir in erster Linie der guten Arbeit unserer Forstwirte zu verdanken, die nachhaltige Waldwirtschaft leben und dies jeden Tag in unserem Sinn umsetzen. Herr Kollege Heitlinger, Sie haben gesagt, dass wir nicht genügend für die Forstwirte machen. Ich verstehe gar nicht, woher Sie das haben. (Abg. Georg Heitlinger FDP/DVP: Aus dem Haus- halt!) Im Jahr 2022 haben wir beschlossen, dass gerade auch bei ForstBW jedes Jahr 100 Forstwirte über den eigenen Bedarf hinaus ausgebildet werden. Zwei Drittel der Forstwirte in Baden-Württemberg werden jedes Jahr im Staatswald ausgebildet. Insofern sind wir sehr aktiv. Wir machen sehr viel, und wir kommen vor allem unserer Verantwortung nach. (Beifall bei der CDU) Damit das so bleibt, investieren wir mit diesem Doppelhaushalt auch intensiv in den Wald. Wir stocken die Mittel für die Waldstrategie von 7 Millionen € auf 11 Millionen € auf. Wir unterstützen die Waldpädagogik mit dem Ersatzneubau für das Waldschulheim Schwäbische Alb und die Aufgaben der Daseinsvorsorge mit insgesamt 32 Millionen €. Wir stellen die weitere Finanzierung des Technikums Laubholz in Göppingen mit rund 30 Millionen € sicher. Das ist Zukunft. Dort werden Textilfasern und Karbonfasern aus Laubholz hergestellt. Herr Kollege Weber, Sie haben den NABU als wissenschaftliche Quelle genannt. Das wundert mich wirklich, denn der NABU fällt vor allem mit ideologischen Fake News auf. (Zuruf des Abg. Dr. Markus Rösler GRÜNE) de – 110. Sitzung – Donnerstag, 12. Dezember 2024 Wir haben erst kürzlich eine Studie zur Erwärmung des Bodensees bekommen, in der das Wort „Kormoran“ nicht einmal auftaucht. Der NABU bekommt es wirklich hin, zu sagen, dass der Kormoran entlastet und nicht zum Rückgang der Felchen führt. Das Wort „Kormoran“ taucht nicht einmal auf. So viel zur Wissenschaftlichkeit des NABU. Forstpolitik kann nur dann erfolgreich sein, wenn sie immer auch an die Bedürfnisse der Waldbewohner denkt. In den Umgang mit den Wildtieren in unserem Land investieren wir insgesamt 5 Millionen €. Darin sind Mittel für die Wiederansiedlung des Luchses als heimische Tierart enthalten. Wir sorgen für eine bessere Vernetzung der Rotwildbestände im Land. Mittel für das Auerhuhn und für die Fortführung unserer InfraWild-Förderung, mit der wir die jagdliche Infrastruktur und die Wildbretvermarktung unterstützen, sind mit dabei. Selbstverständlich finanzieren wir mit diesem Doppelhaushalt die erforderlichen Präventionsmaßnahmen gegen die Afrikanische Schweinepest. Jägerinnen und Jäger sind anerkannte Naturschützer. An dieser Stelle bedanke ich mich bei den rund 50 000 Jägerinnen und Jägern für ihre wichtige Arbeit für den Naturschutz, für die Artenvielfalt und für die Seuchenprävention hier bei uns im Land. (Beifall bei der CDU) Liebe Kolleginnen und Kollegen, mit knapp 2,3 Milliarden € im Etat des Landwirtschaftsministeriums investieren wir in die Zukunft, in Nachhaltigkeit und in Regionalität. (Zuruf von der SPD: Milliarden?) In der Tat: 2,3 Milliarden € für eine starke, nachhaltige Landwirtschaft und die sichere Versorgung mit regionalen Erzeugnissen, für die Biodiversität, für Tierwohl, für einen starken Verbraucherschutz, für klimastabile Wälder, für einen gesunden Wildbestand. Wir setzen auf starke, innovative, lebenswerte ländliche Räume. Herzlichen Dank. (Beifall bei der CDU und Abgeordneten der Grünen)

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