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Alfred Bamberger

AfD 06.11.2024 Sitzungen 17/107

Habe die Ehre, Herr Präsident! Grüß Gott, meine Damen und Herren! Die deutschen Hochschulen hatten immer einen guten Ruf. Genau diesen wollen Sie offenbar absichtlich zerstören. Es geht hier um ein Gütesiegel, das Gütesiegel eines deutschen Hochschulabschlusses. Dieses wollen Sie bewusst aufs Spiel setzen. Dazu wollen Sie das sogenannte Kooperationsverbot abschaffen. Durch eine Zu- (Alfred Bamberger) sammenarbeit mit Drittstaaten, deren Institutionen bzw. Bildungsprogramme weder deutschen noch europäischen Standards genügen, riskieren Sie die akademische Qualität und Autonomie. Damit wird ein Alleinstellungsmerkmal des Abschlusses aufgegeben; man macht diesen Abschluss nichtssagend und damit wertlos. Aus diesem Grund lehnen wir eine Kooperation mit Hochschulen aus sogenannten Drittstaaten ab. (Beifall des Abg. Anton Baron AfD – Heiterkeit bei Abgeordneten der AfD) Noch eine Bemerkung: Wir halten es nicht für zielführend, wenn ein Gesetzentwurf mit vielen unterschiedlichen Aspekten insgesamt und innerhalb von nur fünf Minuten je Fraktion diskutiert wird. Es wäre notwendig, über jeden Teilaspekt ausgiebig zu reden. Es gibt keine Abschätzung über den erhöhten Bürokratieaufwand, der für eine Einrichtung von Fakultäten oder sonstige universitätsspezifische Erfordernisse notwendig ist. In dem Gesetzentwurf überwiegen die ideologischen Verirrungen der grünen Landesregierung. Die Gebührenbefreiung für geduldete Flüchtlinge ist ein Skandal, (Beifall bei der AfD) weil die eigene Bevölkerung benachteiligt wird, die die Hochschulen über ihre Steuern finanziert. Geduldete Flüchtlinge sind eben gerade keine Flüchtlinge. Sonst wären es anerkannte Flüchtlinge. Sie haben unser Land sofort zu verlassen. Statt ihnen zu ermöglichen, hier zu studieren, sind sie abzuschieben, oder sie haben das Land freiwillig zu verlassen. Niemand verbietet es ihnen, sich dann von ihrem Heimatland aus über die üblichen Austauschprogramme zu bewerben, und zwar für ein Studium auf eigene Kosten. Die AfD fordert von internationalen Studenten grundsätzlich kostendeckende Studiengebühren, und zwar für alle. (Beifall bei der AfD) Ausnahmen dürfen lediglich Studenten gewährt werden, die über besondere Fähigkeiten und Begabungen verfügen. Wir sehen den Gesetzentwurf im Ganzen kritisch. Der Vorzug des dualen Studiums ist gerade die enge Verzahnung von Theorie und Praxis sowohl für die Studenten als auch für die Dozenten. Die Vorzüge der Dualen Hochschule sind, dass auch Dozenten noch einen sehr direkten Zugang zur Praxis haben. Dafür können sie auch die Studenten, die selbst im Berufsleben stehen, sehr viel direkter ansprechen als Universitätsprofessoren, die stark in ihren Theorien verhaftet sind. Wir halten es nicht für zielführend, aus der DHBW eine Universität 2.0 zu machen. Die Aufwertung mag auch einem übersteigerten Streben nach einem akademischen Abschluss geschuldet sein, welches sich in den plagiierten Doktorarbeiten diverser Politiker niederschlägt. (Beifall bei der AfD) Nur zur Information: Von den Parteien liegt im Ranking der Diebe von geistigem Eigentum unangefochten die CDU vor der FDP und der SPD. ode – 107. Sitzung – Mittwoch, 6. November 2024 Die AfD möchte die handwerklichen Berufe aufwerten, sie wertschätzen und nicht den Trend verstärken, dass nur akademische Berufe gesellschaftlich wichtig sind. (Beifall bei der AfD) Es wird schnell vergessen, dass gerade diese Tradition der Wertschätzung des Handwerks und der Technik Deutschland wirtschaftlich stark gemacht hat. Ja, es stimmt, wir haben einen Wandel in unserer Arbeitswelt. Doch gerade deshalb ist der Kontakt zur Arbeitswelt wichtig. Gerade darum ist es wichtig, zu wissen, welche Fähigkeiten junge Leute wirklich brauchen. Deshalb werden wir den Gesetzentwurf ablehnen. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. (Beifall bei der AfD)

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