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Dr. Andre Baumann

10.10.2024 Sitzungen 17/105

Vielen Dank, Herr Hellstern, für die Fragen, die Sie so oder auch in ähnlicher Form schon mehrfach auch im Umweltausschuss gestellt haben. Ich beantworte sie wie auch schon in vorherigen Anfragen von Ihnen natürlich sehr gern. Ich hoffe, es hilft. (Vereinzelt Heiterkeit – Abg. Dr. Uwe Hellstern AfD: Vielen Dank!) – Ich glaube, hier hoffen noch mehr Leute, dass es hilft. – Also: Wir werden in Deutschland in den nächsten Jahren und Jahrzehnten einen massiven Bedarf an Wasserstoff, insbesondere an grünem Wasserstoff, für die Industrie haben. Die Industrieverbände, die Unternehmen haben uns mehrfach mitgeteilt – das haben wir auch bei unserer eigenen Bedarfsanalyse festgestellt –, wie massiv und wie frühzeitig dieser Bedarf kommen wird. Wir sind uns auch darüber im Klaren, dass Baden-Württemberg ein Energieimportland ist und auch bleiben wird. Wir werden den grünen Wasserstoff, den wir benötigen werden, auch nur zu geringen Anteilen in Baden-Württemberg herstellen. Wir, die Landesregierung, werden ein Elektrolyseur-Förderprogramm auflegen. Hoffen wir, dass wir das auch in der Ausgestaltung hinbekommen können, damit wir dann im ersten Schritt auch den Wasserstoff herstellen, um so schnell wie möglich in die Wasserstoffwirtschaft einsteigen zu können – bevor die Pipelines da sind, bevor andere Länder den Wasserstoff in die Pipelines einspeisen. ode – 105. Sitzung – Donnerstag, 10. Oktober 2024 Daran sind wir. Da haben wir uns auf den Weg gemacht, und wir haben erste Leitungen, erste Elektrolyseure auch im Modellprojekt aufgebaut. Aber klar ist: Wenn wir Glück haben, werden 2 bis 5 % des zukünftigen Wasserstoffbedarfs in Baden-Württemberg hergestellt, und auch in anderen Regionen wird dieser Wasserstoff hergestellt. Das tun sie jetzt noch nicht, Herr Hellstern. Sie wissen so gut wie ich, dass das noch nicht in diesen Dimensionen passiert. Aber die Wasserstoffwirtschaft wird sich aufbauen. Deswegen sind wir mit Ländern in Nordeuropa, in – – (Abg. Dr. Uwe Hellstern AfD: Zusagen!) – Zusagen? Wir haben Energiepartnerschaften geschlossen. Es sind Vorverträge geschlossen worden, aber es sind noch keine Verträge – weil die Wasserstoffproduktion noch nicht aufgebaut – – Die Wasserstoffwirtschaft und die -produktion werden sich aufbauen. Deswegen ist die Bundesregierung, ist die Europäische Union, ist auch das Land Baden-Württemberg in Schottland, in Norwegen aktiv, um dann, wenn der Hochlauf tatsächlich massiv erfolgt, dafür zu sorgen, dass wir nicht in die leere Röhre schauen, Herr Hellstern. Denn wir haben nämlich ein Interesse daran, dass die Wirtschaft in unserem Land auch in Zukunft gut funktioniert. Das Gleiche gilt bezüglich Südeuropa und Nordafrika. Auch dort werden Gespräche geführt – auch von der Bundesregierung, auch von anderen Ländern –, damit auch dort die Wasserstoffproduktion hochläuft. In Südeuropa und Nordafrika gibt es viel Sonnenschein. Eine gewisse Herausforderung ist der Wasserbedarf, den es dort gibt. Auch da ist es wichtig, die entsprechenden Energiepartnerschaften aufzubauen, die dann in die entsprechenden Verträge münden.

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