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Anton Baron

AfD 09.10.2024 Sitzungen 17/104

Genau! Das sind nicht die hohen Steuern und Abgaben!) Interessant finde ich übrigens die Triggerpunkte dort auf der rechten Seite. Wenn man seriös wirtschaftspolitische Vorschläode – 104. Sitzung – Mittwoch, 9. Oktober 2024 ge macht, kommt von dort drüben gar nichts, aber bei bestimmten Triggerpunkten wacht ihr wieder auf. (Vereinzelt Heiterkeit – Zuruf des Abg. Anton Baron AfD) Die Wirtschafsweise Ulrike Malmendier von der Universität Berkeley weist darauf hin – ich zitiere –: Unser Land braucht ganz dringend nicht nur Fachkräfte, sondern Arbeitskräfte auf allen Ebenen, damit der Wohlstand erhalten werden kann. ... Die Anwerbung von Arbeitskräften ... wird nicht in ausreichendem Umfang gelingen, wenn eine Abschottungspartei wie die AfD immer größeren Zuspruch findet – und Polarisierung in den Vordergrund rückt. (Vereinzelt Beifall bei den Grünen) Sie hat recht. Denn Innovation und Kreativität kann es nur geben, wenn ausreichend Fachkräfte zur Verfügung stehen. Der Baden-Württembergische Industrie- und Handelskammertag hat beispielsweise berechnet, dass uns bis 2035 900 000 Fachkräfte fehlen. (Abg. Joachim Steyer AfD: Und woher sollen die kommen?) Rund zwei Drittel der durch den BWIHK in einer Studie befragten Unternehmen gaben den Fachkräftemangel schon jetzt als Geschäftsrisiko an. Nach einer Studie von Boston Consulting gehen Deutschland durch den Fachkräftemangel jährlich 86 Milliarden € an Wirtschaftskraft verloren. (Abg. Ruben Rupp AfD: 5 Billionen € Kosten!) Wer vor diesem Hintergrund mit ausländerfeindlichen Parolen Menschen abschreckt, schadet dem Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg ganz massiv. Mehr AfD-Politik bedeutet weniger Wohlstand für dieses Land. (Beifall bei der SPD sowie Abgeordneten der Grü- nen, der CDU und der FDP/DVP – Abg. Anton Ba- ron AfD: Typische SPD-Phrasen!) Natürlich müssen wir uns auch um das vorhandene Potenzial kümmern. Das ist mir als Bildungspolitiker sehr wichtig. (Abg. Anton Baron AfD: Das hat nichts mit der Am- pel zu tun!) Wir müssen nicht nur aus menschlichen, sondern auch aus wirtschaftlichen Erwägungen sicherstellen, dass auch leistungsschwächere Jugendliche eine Ausbildung machen können. Hier, bitte, geht mehr an Landesförderung. Mehr geht auch mit Blick auf die Förderung von Qualifizierung, wo die Agentur für Arbeit allein für Baden-Württemberg ein Fachkräftepotenzial von bis zu 110 000 Vollzeitstellen sieht. Hier darf es mehr Anreize geben. Wir schlagen konkret die Etablierung eines Weiterbildungsfonds für Beschäftigte in kleinen und mittleren Unternehmen vor. Kolleginnen und Kollegen, ich könnte hier noch weitere Punkte und Vorschläge der SPD aufzählen. Das sind unsere Vor- (Dr. Stefan Fulst-Blei) schläge für die Zukunftssicherung der Wirtschaft in Baden-Württemberg. (Abg. Anton Baron AfD: Phrasen!) Lassen Sie uns darüber kritisch debattieren. Das sind inhaltliche Vorschläge für das Lösen von Problemen. (Abg. Anton Baron AfD: Phrasen!) Wir begreifen Probleme als Chancen, die im Arbeitsanzug daherkommen. Wir wollen Mut machen und Lösungen aufzeigen. So geht verantwortungsvolle Politik. (Abg. Anton Baron AfD: Phrasen!) Hass und Hetze dagegen bringen dieses Land nicht voran. Ich danke Ihnen. (Anhaltender Beifall bei der SPD – Beifall bei Abge- ordneten der Grünen und der CDU)

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