Katrin Steinhülb-Joos
Herr Präsident, verehrte Damen und Herren! Wir haben ja schon bisher verlässliche Grundschulen, und wir haben auch schon jetzt die Möglichkeit, Ferienbetreuung zu machen: für die Kinder, die in der verlässlichen Grundschule angemeldet sind. Diese Ferienbetreuung geht schon jetzt raus in die Stadtteile, und die Kinder sitzen nicht vier Wochen in der Schule. Man kann also auf Erfahrungen zurückgreifen. Jetzt geht es darum, wann endlich die unterschiedlichen Voraussetzungen geklärt werden und wann dieser landesweite Katalog oder diese Regelung denn kommt. Ich habe es vorhin schon gesagt: Der runde Tisch allein reicht nicht, sondern es geht darum, dass diese Ergebnisse in eine Regelung münden und dass wir einen einheitlichen Fachkräftekatalog bekommen. Dann zu dieser, wie ich es gestern genannt habe, „Zwangsehe“, der Kopplung zwischen Ganztags- und Startchancen-Schule: Diese Kopplung beinhaltet das Problem, dass wir ganz unterschiedliche bauliche Voraussetzungen haben. Das heißt, wir haben Orte, an denen sich eine verbindliche Ganztagsgrundschule eben nicht in absehbarer Zeit umsetzen lässt, weil noch eine Machbarkeitsstudie fehlt, weil es baurechtliche Einschränkungen gibt oder es gar nicht so einfach geht. Deswegen macht für mich diese Zwangsehe keinen Sinn, sondern ich glaube, wir müssen es ausweiten, wenn wir bei diesem Thema vorankommen sollen, und müssen tatsächlich zusammen mit der Schulaufsicht und dem Schulträger alle möglichen Umsetzungsorte identifizieren und schleunigst vorangehen. Vielen Dank. (Beifall bei der SPD)
