Dorothea Wehinger
Vielen Dank, Herr Staatssekretär, für die Beantwortung. – Ich habe eine Zusatzfrage. Sie haben es ausgeführt: Knapp 1 000 Sprachkitas gibt es seit den vergangenen zehn Jahren. Wir haben in Baden-Württemberg 10 000 Kitas; das heißt, 9 000 Kitas sind keine Sprachkitas im herkömmlichen Sinn. Spracherwerb aber wird jetzt – Gott sei Dank – auch vom Kultusministerium ganz hoch angesetzt. Jedoch ist der Spracherwerb ein individueller Prozess und braucht individuelle Un- (Dorothea Wehinger) terstützung. Wenn nun in den nächsten Jahren kein Geld durch das KiTa-Qualitätsgesetz mehr fließt, wie gedenkt das Kultusministerium dann auch die Kitas zu versorgen, die nicht offiziell Sprachkitas sind? Wie werden Erzieherinnen und Erzieher ausgebildet? Wie werden sie gefördert? Die Fachberatung finde ich sehr, sehr gut, aber das wird nicht ausreichen. Es geht beim Spracherwerb ja auch um Kenntnisse in dem Bereich: Wie fördere ich ein Kind, sei es additiv oder sei es im Rahmen der alltagsintegrierten Sprachbildung? Wie werden Kitas ausgesucht? Denn wahrscheinlich werden nicht 9 000 Kitas auf einmal versorgt werden. Wird da nach dem Sozialindex ausgesucht, und werden die Förderungen schon eingestellt, oder nach welchen Maßgaben werden die Kitas versorgt? Vielen Dank.
