Dr. Andre Baumann
Vielen Dank für die beiden Zusatzfragen und Ihr Interesse für Wärmepumpen. – Die Wärmepumpen werden einen wesentlichen Beitrag zur Wärmewende auch in Baden-Württemberg leisten. Das sehen wir in anderen Regionen, in nordischen Regionen, etwa in Schweden. In den skandinavischen Ländern werden bei ganz anderen klimatischen Verhältnissen Wärmepumpen seit vielen Jahren sehr erfolgreich eingesetzt. Klar ist, dass der derzeitige Strommix in Deutschland und in Baden-Württemberg nicht zu 100 % erneuerbar ist. Aber ich bin sehr froh, dass wir seit den vergangenen Jahren und Jahrzehnten einen gewaltigen Zubau bei erneuerbaren Energien haben, dass wir in manchen Zeiten eine Vollversorgung haben. Derzeit haben wir über 50 % erneuerbare Energien im Strommix. Sie kennen die Konzepte, die die Bundesregierung und die auch wir, die Landesregierung, umsetzen, damit der Anteil erneuerbarer Energien am Strommix deutlich zunimmt. Es obliegt jeder einzelnen Person, auch selbst die erneuerbaren Energien mit auszubauen und entsprechende Stromverträge zu schließen. Deswegen ist der Einbau einer Wärmepumpe, auch wenn derzeit noch konventioneller Strom hineinfließt, eine gute Investition, weil zukünftig rein erneuerbarer Strom hineinfließen wird. (Abg. Dr. Uwe Hellstern AfD: Wann? Welches Jahr?) Insofern ist das eine gute Entwicklung. Man kann darüber sehr effizient Gebäude heizen. Jetzt zum Thema PFAS: Es ist klar, dass insbesondere in Technologien, die wir für die erneuerbaren Energien oder auch im Bereich Medizinprodukte oder in Hightechprodukten brauchen, auch chemische Verbindungen verwendet werden, die in der Umwelt und im menschlichen Kontakt nichts zu suchen haben. Insofern ist die Industrie auch gut beraten, solche Chemikalien wie PFAS-Verbindungen zu substituieren. (Staatssekretär Dr. Andre Baumann) Eine Möglichkeit ist, mit Propan zu arbeiten. Auch das hat Herausforderungen; Sie haben es kurz dargestellt. Propan ist entzündlich; das wissen wir aus dem Chemieunterricht. Insofern müssen beim Einbau von Wärmepumpen Vorkehrungen getroffen werden. Wenn PFAS-Verbindungen enthalten sind, dann ist das Altgerät, wenn es ausgebaut wird, einer guten Entsorgung zuzuführen, damit die Schadstoffe, die nicht in die Umwelt geraten dürfen, unschädlich gemacht werden. Das ist gängiges Kreislaufabfallwirtschaftsrecht. Das gilt für Wärmepumpen und genauso auch für andere technische Einrichtungen. Das ist nichts Neues, und das ist gelebte Praxis.
