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Isabell Huber

CDU 07.03.2024 Sitzungen 17/90

Sehr geehrte Frau Präsidentin, liebe Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Damen und Herren! 113 Jahre Weltfrauentag, Gender-Pay-Gap, Gender-Care-Gap, Gender-Pension-Gap, Gender-Leadership-Gap, Gender-Funding-Gap – Frauen verdienen weniger, leisten mehr unbezahlte Pflege- und Sorgearbeit, haben ein höheres Risiko, von Altersarmut betroffen zu sein, haben weniger Führungspositionen inne, gründen weniger Start-ups und haben dafür auch weniger Kapital. Das sind keine Erfindungen, sondern das ist auch noch im Jahr 2024 Realität. Der Weltfrauentag ist also wichtiger denn je. Das möchte ich heute in vier Bereichen aufzeigen: Zunächst komme ich zu den gesellschaftlichen Entwicklungen. Frauen sind das Rückgrat unserer Gesellschaft. Wir, die CDU-Landtagsfraktion, stehen für die Gleichberechtigung der Geschlechter. Wir wollen eine moderne Gesellschaft, in der Frauen die besten Chancen auf gute Bildung, faire und gleiche Löhne, sichere Arbeitsplätze und beruflichen Aufstieg erhalten. (Beifall bei der CDU und Abgeordneten der Grünen sowie der Abg. Dr. Dorothea Kliche-Behnke SPD) Dabei leben wir in unsicheren Zeiten. Krieg in der Ukraine, Krieg in Israel, Inflation, Energiekrise, Hass und Hetze, populistische Bewegungen gegen unsere Demokratie – all das ist allgegenwärtig. Der Schutz unserer Grundrechte ist also wichtiger denn je. Zu diesen Rechten gehören auch die Rechte von Frauen. Hier sage ich ganz klar: Augen auf! Das Frauenbild einer Partei hier zu meiner Rechten ist verheerend. (Abg. Anton Baron AfD: Och!) Die AfD betrachtet Frauen als „Gebärmaschinen für das deutsche Volk“, (Lachen bei Abgeordneten der AfD – Abg. Anton Ba- ron AfD: Unglaublich! Ogottogottogott!) propagiert traditionelle Geschlechterrollen und lehnt Abtreibungen ab – um nur drei konkrete Beispiele zu nennen. (Beifall bei der CDU sowie Abgeordneten der Grü- nen und der SPD) Der sächsische Landesverband Ihrer Partei hat im Jahr 2022 in sozialen Netzwerken das Frauenbild Ihrer Partei deutlich präsentiert. Nach diesen Vorstellungen hat die Frau – ich zitiere – schlanke Figur durch Sport und gesunde Ernährung; ... natürliche Haut und Haare; hält Erziehung und Bildung der Kinder für ihre erste Pflicht; (Abg. Ruben Rupp AfD: Ganz furchtbar!) ... ist stolz, für ihre Kinder zu leben, unterstützt ihren Mann in Liebe. (Abg. Daniel Lede Abal GRÜNE: Das klingt wie bei Wolfgang Gedeon! – Abg. Daniel Lindenschmid AfD: Also Ihr Hassbild!) (Isabell Huber) Sie hier im Landtag: Herr Abg. Gögel wünscht sich die Zeit zurück, als die Frauen auf ihre Ehemänner angewiesen waren und keine eigenen Entscheidungen treffen durften. (Abg. Manuel Hagel CDU: Sauerei! – Weitere Zurufe) Wir, die CDU-Fraktion – lesen Sie das Protokoll nach, Frauendebatte 2020 –, lehnen diese altbackene und überholte, (Zuruf des Abg. Ruben Rupp AfD) ja frauenverachtende Haltung entschieden ab. (Beifall bei der CDU, den Grünen, der SPD und der FDP/DVP – Zuruf des Abg. Alfred Bamberger AfD) Frauen sollen und müssen ihr Leben so gestalten dürfen, (Abg. Ruben Rupp AfD: Aber der Islam gehört zu Deutschland, gell?) wie sie es wollen. Frauen und Männer sollen in der Arbeitswelt und in der Kindererziehung gleichermaßen teilhaben können. (Abg. Hans-Jürgen Goßner AfD: Straßenbau zum Beispiel!) Der zweite Aspekt – – Ich muss ehrlich sagen, ich hätte jetzt mehr Zwischenrufe erwartet. Aber das zeigt ja, dass ich es im Endeffekt richtig getroffen habe, wie Sie hier es sehen. (Vereinzelt Beifall – Abg. Carola Wolle AfD: Was soll man denn dazu sagen? – Abg. Hans-Jürgen Goßner AfD: Wir wollen nicht aufwerten, was Sie sagen! –

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