Gabriele Rolland
Vielen Dank. – Frau Präsidentin, Kolleginnen und Kollegen! Herr Karrais, ich schätze Sie als Vorsitzenden des Ausschusses für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft sehr. Ich möchte Sie bitten, doch meine Rede von vorhin noch mal nachzulesen. Ich habe nirgendwo von einem Verbot gesprochen. Ich halte es auch für richtig, E-Fuels anzuwenden. Nur: Der Markt gibt das nicht her, und auch die Technologie gibt das derzeit nicht her, weil die Voraussetzungen nicht vorhanden sind. Dazu brauchen wir so viel Strom, der grün ist, der aus erneuerbaren Energien hergestellt ist, dass wir das heute nicht machen können. Deswegen finde ich, wir müssen schon ein Stück weit realitätsbewusst sein in dem, was wir tun. Ich habe in meinem Beitrag sehr deutlich gemacht, dass die SPD-Landtagsfraktion es richtig findet, CO abzuscheiden da, wo es nicht anders geht, wo die Reduktion viel zu teuer oder zu aufwendig wäre. Das bitte ich Sie noch mal nachzulesen. In einem, was Sie eben gesagt haben, gebe ich Ihnen recht. Liebe Landesregierung, Kolleginnen und Kollegen von den Grünen und der CDU, es wäre schön, Sie würden sich hier nicht gegenseitig beharken, sondern das tun, was Sie tun sollen. Sie haben Ziele festgesetzt – das ist gut; nur die Umsetzung fehlt halt. Gespräche zu führen reicht nicht aus. Sie müssen die Rahmenbedingungen festsetzen – die Rahmenbedingungen, wo abgeschieden werden kann. Sie wissen, wo die Müllverbrennungsanlagen im Land sind. Sie wissen, wo die Zement-, die Glasindustrie im Land ist. Wir brauchen die Bedarfsanalyse von Ihnen, und wir müssen wissen, wie und wo das CO , das abgeschieden ist, transportiert wird. (Zuruf des Abg. Thomas Marwein GRÜNE) Wir wollen von Ihnen diese Umsetzungspläne sehen. Dazu haben Sie heute leider nichts gesagt. (Abg. Thomas Marwein GRÜNE: Sie hat alles ge- sagt!) Dazu haben Sie demnächst vielleicht noch mal Gelegenheit. Vielen Dank. (Beifall bei der SPD)
