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Christiane Staab

CDU 31.01.2024 Sitzungen 17/86

Sehr geehrte Frau Präsidentin, liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich bin der FDP/DVP dankbar dafür, dass wir heute diese Debatte führen. (Abg. Sascha Binder SPD: Das glaube ich gleich!) (Christiane Staab) Ja, in der Tat, wir führen sie schon wieder. Aber sie gibt uns auch noch einmal die Gelegenheit, zu diesem Thema Stellung zu beziehen und deutlich zu machen, worum es uns, meiner Fraktion und mir, bei der Frage des Genderns geht. Wir haben in den letzten Tagen deutlich gemacht, dass die Landesregierung dafür steht, dass der Staat Menschen unabhängig von ihrer Person, von ihrem Geschlecht, von ihren Neigungen, von ihrer Lebensweise, von ihren Vorlieben betrachtet. Dies tut der Staat genau dadurch, dass er diese Aspekte nicht in die Ansprache von Menschen einbezieht, sondern in Funktionsbezeichnungen mit Menschen spricht und diese Funktionsbezeichnungen alles umfassen – unabhängig davon, wie ein Menschen lebt, wer er ist, wen er liebt und was er ist; (Beifall bei der CDU) Funktionsbezeichnungen auf der staatlichen Seite. Vollkommen unabhängig davon ist, dass es doch kein Verbot des Genderns gibt. Es ist ein einheitliches Schreiben vom Landesfrauenrat an verschiedene Abgeordnete gerichtet worden, in dem man sich dagegen verwahrt, dass Gendern verboten wird. Niemand verbietet Gendern, meine Fraktion verbietet kein Gendern, die Landesregierung verbietet nicht zu gendern, (Zuruf von den Grünen: Sehr gut!) sondern gendern darf und soll jeder, genau wie Herr Kollege Hildenbrand gesagt hat, wenn er es tun möchte, um seine persönliche Verbundenheit, seinen persönlichen Respekt einem anderen gegenüber zum Ausdruck zu bringen. (Beifall bei Abgeordneten der CDU und der Grünen) Aber: Ich verwahre mich ausdrücklich dagegen, lieber Kollege Hildenbrand – diese Konnotation haben Sie nicht gewählt, aber sie könnte zum Vorschein kommen –, (Abg. Sascha Binder SPD: Oh! Oh!) dass die Menschen, die nicht gendern, respektlos und intolerant seien. (Beifall bei Abgeordneten der CDU – Abg. Sascha Binder SPD: Nein!) – Genau, das weiß ich. – Deswegen betone ich es an dieser Stelle ganz ausdrücklich: Wer nicht gendert, ist kein respektloser Mensch. Das sage ich hier laut. (Beifall bei der CDU und Abgeordneten der FDP/ DVP – Vereinzelt Beifall bei den Grünen) Ich gendere nicht. (Abg. Sascha Binder SPD: Jetzt haben wir die Infor- mation! Auch das war jetzt wichtig heute Morgen!) Ich bin ein Mensch, der allen anderen Menschen mit Freundlichkeit, mit Respekt, mit Toleranz und mit Anerkennung für jede Form von Lebensweise entgegentritt. (Zurufe von der SPD) Ich gendere deswegen nicht, weil ich in der Regel keine Zeit habe. eriode – 86. Sitzung – Mittwoch, 31. Januar 2024 (Heiterkeit bei der CDU und der FDP/DVP – Zurufe von der SPD) Ich merke das jetzt auch schon wieder an der Uhr. (Heiterkeit – Zurufe) Ich habe aber – deswegen ist es mir auch wichtig, das deutlich zu machen – drei junge Erwachsene in meiner Familie. Dieses Thema treibt uns um. Das ist ein Thema, das diese Gesellschaft umtreibt. Deshalb ist es wichtig, dass wir Politiker auch über dieses Thema diskutieren. Ich habe eine Tochter, die gendert, und ich habe zwei Söhne, die nicht gendern. (Abg. Sascha Binder SPD: Das ist ja krass!) Aber die eine ist mir nicht lieber als die anderen. Die eine ist nicht respektvoller anderen Menschen gegenüber als die anderen. (Zurufe – Unruhe)

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