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Christiane Staab

CDU 24.01.2024 Sitzungen 17/85

Nein, sonst werde ich nicht fertig, eriode – 85. Sitzung – Mittwoch, 24. Januar 2024 (Abg. Gabriele Rolland SPD: Das macht nichts!) weil ich immer viel zu lange rede. – Da brauchen wir ein enges Netzwerk vor Ort, bestehend aus Schule, bestehend aus Ehrenamt, bestehend aus Unternehmen, bestehend aus ganz vielen Freiwilligen, aus Berufslotsen, aus ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, aus Sozialarbeitern und den unterschiedlichsten Menschen, (Abg. Katrin Steinhülb-Joos SPD: Gehen Sie doch mal in die Schulen!) die bereit sind, für diese Kinder – genau das ist der große Vorteil von AVdual – dieses Praktikum zu identifizieren, dem Kind den Weg in das Praktikum zu eröffnen und dann auf diesen festgestellten Klebeeffekt von über 70 % im Praktikum zu hoffen. Die Kinder, die im AVdual ein Praktikum gemacht haben, bleiben zum Großteil im Rahmen dieses Praktikums bei dem Unternehmen und können dort eine Berufsausbildung beginnen. Das ist genau der Weg, den wir uns wünschen. Wir wollen keine Insellösung für Kinder, die das Glück haben, in einer Stadt oder einer Gemeinde zu leben, die eine BerEb macht oder gemacht hat, sondern wir brauchen landesweit eine strukturelle Lösung mit Landesmitteln für Kinder, (Zuruf des Abg. Dr. Stefan Fulst-Blei SPD) deren Familien ihnen an dieser Stelle nicht die Wege aufzeigen können, die sie benötigen. Also: Weg von Insellösungen, hin zu einer Struktur in Baden-Württemberg. Da sind wir am Anfang. In der Tat: Wir stehen an einem Anfang. Aber ich glaube, wir stehen an einem Anfang, der wegweisend sein wird, wie Berufsorientierung insbesondere für schwächere Kinder und Jugendliche in Zukunft aussehen wird und aussehen kann. Das ist der richtige Weg. Dann muss ich noch fragen: Wann fängt Berufsbegleitung an? Wann fängt Berufsorientierung an? Sie fängt mit vier Jahren an, wenn die Kinder zum allerersten Mal im Kindergarten gefragt werden, was sie werden wollen: Astronaut? Polizist? Feuerwehrmann? Zoodirektor? Das ist der allererste Weg in der Auseinandersetzung mit dem Thema Beruf. (Abg. Gabriele Rolland SPD: So, und jetzt?) Was passiert denn dann, wenn einer mit 15 oder 16 Jahren da sitzt und sagt: „Isch will Hartz! Isch will Hartz!“ (Abg. Alena Fink-Trauschel FDP/DVP: Das heißt Bürgergeld!) Was ist da auf diesem Weg passiert? Wo ist da die Berufsbegleitung unterbrochen worden? Das müssen wir uns anschauen. Wir brauchen einen systemischen Ansatz. Frau Steinhülb-Joos, den machen wir. Das haben wir hier angekündigt. (Zuruf der Abg. Katrin Steinhülb-Joos SPD) Das Thema Berufsorientierung werden wir unter die Lupe nehmen, und wir werden ein stringentes Konzept „Berufsorientierung in Baden-Württemberg“ erarbeiten. (Abg. Gabriele Rolland SPD: Aber erst mal was ka- putt machen!) (Christiane Staab) Diese beginnt eben nicht erst mit 15 oder 16, wenn jemand da sitzt, völlig verzweifelt ist und sagt: „Isch will Hartz“, sondern sie fängt früher an. Da sind wir auf dem Weg. Wir werden uns mit ganz vielen Themen im frühkindlichen Bereich beschäftigen. Damit haben wir mittlerweile im Ausschuss angefangen. Wir werden die Konzeption erarbeiten, und wir werden am Schluss – deswegen weg von Insellösungen – ein durchgängiges System einer guten und gelingenden Bildungsbiografie für alle Kinder in Baden-Württemberg herstellen. (Beifall bei der CDU)

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