Dr. Andre Baumann
Sehr geehrter Herr Präsident, sehr geehrte Damen und Herren! Sich mit Wasserstoff und Wasserstoffwirtschaft zu beschäftigen ist immer wichtig und immer sinnvoll, und es ist gut, dass wir uns heute zweimal mit diesem Thema beschäftigen: einmal in der Aktuellen Debatte und jetzt heute Abend. Da Frau Ministerin Walker heute Morgen bereits ausführlich dazu gesprochen hat – ergänzt von Frau Ministerin Hoffmeister-Kraut –, kann ich mich kurzfassen. (Abg. Sascha Binder SPD: Sehr gut!) Wasserstoff wird eine tragende Säule der Energieversorgung, und die Brennstoffzellen- und Wasserstoffwirtschaft wird eine tragende Säule der Industrie und Wirtschaft in Baden-Württemberg. Flexibel fahrbare Gaskraftwerke werden zukünftig mit Windenergie und Fotovoltaik sicher und klimafreundlich mit Strom versorgt. Frau Hoffmeister-Kraut, Sie haben es dargestellt, aber ich sage es etwas eingängiger: Die Brennstoffzelle gehört zu Baden-Württemberg wie der Bollenhut und die Maultasche. (Lachen des Abg. Anton Baron AfD) Die Brennstoffzellen- und Wasserstoffwirtschaft wird das Rückgrat der Industrie und Wirtschaft in unserem Land. Viele Arbeitsplätze – das hat Frau Ministerin Walker gesagt – werden entstehen. Wir gehen davon aus, dass 16 000 bis 17 000 Arbeitsplätze in diesem Bereich in den nächsten Jahren entstehen werden. (Zuruf von der AfD: Wo denn?) Wir haben viel Geld – über 500 Millionen € – für die Brennstoffzellen- und Wasserstoffwirtschaft zusammengebracht. Sie werden diese aufbauen, meine Damen und Herren. Wir sind auf einem guten Weg. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen – Abg. Anton Baron AfD: Wie kommen Sie darauf?) Klar ist: Baden-Württemberg ist Energieimportland und wird auch Energieimportland bleiben. Das gilt für Strom, das gilt für Erdgas, aber eben auch für Wasserstoff. Wir sind auf Wasserstoffimporte angewiesen. In einem ersten Schritt werden wir das in Hubs und Clustern aufbauen; das hat die Frau Ministerin dargestellt. Wichtig ist, dass wir in einem zweiten Schritt angeschlossen werden; auch das hat die Frau Ministerin dargestellt. Wir haben eine Bedarfsanalyse gemacht, und die hat gezeigt, dass wir mehr und schneller Wasserstoff brauchen. Deswegen werden wir gemeinsam Gas geben, um voranzukommen, damit wir Wasserstoff in ausreichenden Mengen nach Baden-Württemberg bekommen. Das ist zentral wichtig, und das machen wir, meine Damen und Herren. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen) Lassen Sie mich ganz kurz den ersten Teil meiner Rede zusammenfassen: Nur mit Wasserstoff werden wir den Weg in iode – 83. Sitzung – Mittwoch, 20. Dezember 2023 eine klimaneutrale Zukunft erfolgreich gestalten und Wettbewerbsfähigkeit, Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Baden-Württemberg sichern. Verehrte Kolleginnen und Kollegen, lassen Sie mich zum Antrag der sogenannten Alternative für Deutschland kommen. (Zuruf von der AfD: Alternative Demokraten, bitte!) Es ist das Geschäftsmodell der AfD, Ängste zu schüren, Menschen zu verunsichern. (Zuruf von der AfD: Brauchen wir gar nicht!) Die AfD verbreitet Halbwahrheiten, Unwahrheiten, alternative Fakten. (Abg. Anton Baron AfD: Nennen Sie die!) Denn es geht Ihnen, der sogenannten Alternative für Deutschland, nicht um die Menschen, es geht Ihnen nicht um die Wirtschaft. Sie arbeiten nicht für Deutschland, Sie arbeiten gegen Deutschland. (Oh-Rufe von der AfD – Beifall bei den Grünen –
