Jutta Niemann
Sehr geehrter Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich versuche jetzt einfach mal, aufbauend auf diesem Antrag irgendetwas Sinnvolles zu dieser Sache zu sagen. Ich meine: Sie, die AfD, haben heute Morgen ja schon klar gesagt und es jetzt auch noch mal wiederholt, dass Sie definitiv weiter auf Gas und Kohle setzen, was die Energieversorgung angeht. (Abg. Anton Baron AfD: Und was ist Ihre Alternative?) Es ist einfach völlig eindeutig, dass in der Energiewirtschaft die Methanleckagen vor allem bei der Förderung, dem Transport, der Verbrennung von Kohle, Erdgas und Öl auftreten. Und es ist völlig eindeutig bewiesen, dass Methan ein absoluter Klimakiller ist. Das heißt also, wir müssen so schnell wie möglich aus den fossilen Energien aussteigen und bis dahin natürlich Methanleckagen so gut es geht vermeiden. Es ist sehr gut, dass sich jetzt die EU und auch die COP genau mit diesen Emissionen sehr ernsthaft auseinandergesetzt und Strategien auf den Weg gebracht haben, um diese Methanleckagen zu vermeiden. Der Zusammenhang besteht darin, dass Sie jetzt behaupten, der Wasserstoff sei klimaschädlicher als Methan, weil der Wasserstoff das O wegnehme, das ansonsten das Methan abbauen würde. Das ist aber totaler Quatsch. Denn für echten Klimaschutz müssen wir die fossilen Energien verdrängen und (Jutta Niemann) auf grünen Wasserstoff setzen, denn genau der verdrängt ja die fossilen Energien. (Beifall bei den Grünen – Zuruf des Abg. Miguel Klauß AfD) Genau das sagt auch die Studie, auf die Sie sich in diesem Antrag beziehen: dass es natürlich auch indirekte Effekte von Wasserstoff in der Atmosphäre gibt, dass aber völlig klar ist, dass, wenn der grüne Wasserstoff fossile Energieträger verdrängt, die Effekte viel besser für das Klima sind. Wir brauchen also die Verdrängung von fossilen Energien. Dafür ist der grüne Wasserstoff ein Baustein. Das ist das, was wichtig ist. Daran müssen wir arbeiten. Vielen Dank. (Beifall bei den Grünen)
