Hans-Peter Hörner
Herr Lede Abal, lassen Sie mich doch ausreden. – Ich habe die Sache als Vater und Lehrer mit Schülern in verschiedenem Alter durchgemacht. (Abg. Sebastian Cuny SPD: Das ist halt schon ein paar Jahre her!) Ich kann jedem, der ein Lehramtsstudium begonnen hat, nur empfehlen, das abzuschließen. Dann sieht er, wie es in der Praxis ist. (Heiterkeit und Beifall bei der AfD – Abg. Daniel Le- de Abal GRÜNE: Das beantwortet noch immer nicht die Frage, warum Sie sich hier über Word auslassen!) Wenn das Kultusministerium hier verkündet, die Beurteilungsmaßstäbe und Korrekturrichtlinien enthielten keine Aussagen zum Gendern, und auch von keinem konkreten Fall weiß, bei dem genderneutrale Sprache in Klausuren angestrichen wurde, so ist die Realität eben leider Gottes eine andere. (Abg. Anton Baron AfD: Ja!) Auch die Bildungsverbände sind anderer Meinung. Beispielsweise spricht der Philologenverband – ich kürze es etwas ab – vom „unsinnigen Gendern“, was bereits den Grundschülern das Lernen erschwere. Ein Zitat, das mir sehr aufgestoßen ist und zeigt, dass ich mit meinen Eingangsworten nicht ganz falsch lag, lautet: Auch in der DDR wurde versucht, Bewusstsein über von oben verordneten Sprachgebrauch zu schaffen. (Abg. Anton Baron AfD: Genau!) Mich freut deshalb ganz besonders die Aussage des Fraktionsvorsitzenden der CDU, dass Doppelpunkt, Unterstrich und Sternchen in den Klassenzimmern nur dann verwendet werden dürfen, wenn es auch die deutsche Rechtschreibung so vorsieht. Auch ist die Aussage des Fraktionsvorsitzenden der FDP/DVP zu erwähnen, man werde darauf achten, dass auch und vor allem im Bereich des Kultusministeriums und in der Schulpraxis selbst die Gendersprache nicht ihr Unwesen treiben dürfe. „Sprache kann man nicht aufhalten“, ist auf dem SWR-Instagram-Kanal zu lesen, übrigens gerichtet an den „lieben Winfried“. Wenn offensichtlich in vielen Teilen der Gesellschaft ein Bedürfnis nach Gendern und Englisch in der Sprache besteht, kann man es aus purem Glasglockenkonservatismus auch nicht verhindern. So heißt es auf dem SWR-Instagram-Kanal. Gendern, meine Damen und Herren, liebe Kollegen, ist ein akademisches Eliteprojekt und geht an der Lebens- und Sprachwirklichkeit der meisten Menschen vorbei. (Hans-Peter Hörner) (Beifall bei Abgeordneten der AfD) Ein weiterer Versuch der Bevormundung, der zur Polarisierung und Spaltung der Gesellschaft beiträgt. Das werden wir alternativen Demokraten auf keinen Fall mittragen. Vielen Dank. (Beifall bei der AfD)
