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Raimund Haser

CDU 25.10.2023 Sitzungen 17/76

Liebe Frau Präsidentin, liebe Kolleginnen und Kollegen! Jetzt reden wir seit eineinviertel Stunden über das Thema Energie. Ich finde, das allerwichtigste Detail der Energiewende ist dabei noch nicht genannt worden, und das ist das Thema Netz. Im Moment wird in der Nordsee und selbst an Land Strom für 5, 6 oder 7 Cent pro Kilowattstunde produziert, in den Haushalten aber kommt der Strom für 46, 47 Cent an. Das ist unser Problem. Diese Differenz entsteht natürlich durch Abgaben und Steuern; sie entsteht aber natürlich auch im Netz. Wir haben einen sehr engagierten Netzentwicklungsplan, den wir absolut unterstützen. Wir haben in Baden-Württemberg nämlich den Vorteil, dass wir gar nicht den ganzen Strom selbst produzieren müssen. Das haben wir auch noch nie getan. Wir leben nun einmal nicht an der Küste oder auf einer Insel; das heißt, wir können uns sozusagen im europäischen Netz bedienen. Aber das geht eben nur, wenn wir HGÜ-Leitungen haben, es geht nur, wenn wir Netzanknüpfungspunkte haben, wenn wir Interkonnektoren in andere Gebiete hinein haben. Auch das Thema EU-Strommarktdesign hat etwas damit zu tun. (Raimund Haser) Dies ist etwas, was wir, das Land Baden-Württemberg, tatsächlich stärker in den politischen Fokus nehmen müssen. Wir werden uns nicht selbst mit Energie versorgen können; das wird gar nicht funktionieren, und zwar schon allein deswegen nicht, weil die chemische Industrie, sofern diese Pläne umgesetzt werden, in zehn Jahren ungefähr das an elektrischer Energie verbrauchen wird, was wir heute insgesamt verbrauchen. Das schaffen wir auch nicht durch den Bau von irgendwelchen Atomkraftwerken, die dann vielleicht in 20 Jahren ans Netz gehen, (Zuruf von der AfD) oder durch Technologien, von denen man schon seit 20 Jahren nur in irgendwelchen Zeitungen lesen kann. Was wir brauchen, ist: Netz, Netz, Netz. (Beifall bei der CDU – Zurufe von der AfD)

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