Reinhold Pix
Sehr geehrter Herr Präsident, meine Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen! Der Klimawandel dominiert aktuell wieder die Schlagzeilen. Weltweit werden die heißesten Wochen seit Beginn der Wetteraufzeichnungen festgestellt. Auch hier bei uns ist die Hitze unerträglich. Die Natur leidet: Schäden an Wäldern, Feldern, verdorrte Wiesen. Von den Gewässern ist nicht nur bei mir im Breisgau nicht mehr viel zu sehen. Das Wasser, das noch da ist, verschafft uns auch keine Abkühlung. Was aber noch viel wichtiger ist: Es ist immer öfter zu wenig und zu warm für die heimischen Fische und andere Wasserlebewesen in unserem Land. Alle Aspekte des Wasserhaushalts – vom Regentropfen über die Böden bis hin zur Beschattung – müssen als Ganzes gesehen werden. Der Klimawandel zwingt uns dazu, unseren Umgang mit der Ressource Wasser grundsätzlich zu überdenken. Bei Baumaßnahmen ist das Thema Wasserrückhaltung zu Recht auch von uns Grünen in den Vordergrund gerückt worden. Wichtige Maßnahmen sind bereits in der Umsetzung. Aber wir müssen noch viel mehr tun. Die Böden müssen bei Starkregenereignissen in der Lage sein, das Wasser zu halten, damit es in Trockenperioden weiterhin Bäche, Flüsse und Seen füllt. (Beifall bei den Grünen und Abgeordneten der CDU) Das gilt für die Städte ebenso wie für den ländlichen Raum. In urbanen Räumen brauchen wir Schwammstädte und in der (Reinhold Pix) Landschaft Wege, die Wasser zurückhalten statt es kanalisiert abzuleiten. Um den Lebensraum für die Fische zu erhalten, sind bereits zahlreiche Schritte getan und viele noch notwendig. So ist die Beschattung der Gewässerränder, damit das Wasser langsamer verdunstet und vor allem kühl bleibt, essenziell. Ebenso hohe Bedeutung hat die Durchwanderbarkeit der Gewässer. Für viele Fischarten ist das notwendig, um ihre Laichplätze oder Plätze zur Nahrungsaufnahme zu erreichen, und damit lebensnotwendig.
