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Dr. Ute Leidig

29.06.2023 Sitzungen 17/69

Ich würde jetzt die zweite Frage vorziehen. Konkrete Vorstellungen haben wir hier nicht. Aber z. B. in Ulm gibt es bereits eine regionale Karte. Sie trägt einen anderen Namen, entspricht aber prinzipiell einer Ehrenamtskarte. Auch Sie haben jetzt gerade ein Beispiel genannt. Solche Karten gibt es in verschiedenen Kommunen. Auch unter den Modellregionen sind welche, die schon ein solches System haben. Das ermöglicht uns dann, tatsächlich auch hierzu Erfahrungen zu sammeln. Bei einer Modellphase geht es nicht darum, schon einmal alles ganz genau im Kopf zu haben. Vielmehr geht es verstärkt auch darum, tatsächliche Erfahrungen zu sammeln, damit dann, wenn es zum Roll-out kommt, alles so gut und so abgestimmt ist, dass es dann auch funktioniert. Ich gebe Ihnen ganz recht: Es kann und soll auch nicht Sinn und Zweck der landesweiten Ehrenamtskarte sein, dass wir die kommunalen Wertschätzungsinstrumente vollkommen verdrängen oder diese unwichtig sind. Vielmehr soll es nach wie vor jede Kommune für sich entscheiden, wie es ihr gelingt, das ehrenamtliche Engagement innerhalb der Kommune zu entfachen und zu belohnen. Aber das Land sagt eben: Auch wir wollen da unseren Anteil leisten. Aber es ist eben ein Anteil. Es ist nicht so, dass wir das jetzt allein machen würden und die Kommunen dann außen vor wären. So ist es auch niemals gedacht gewesen und wäre auch im Sinne dessen, was wir alle wollen, nämlich dass das Ehrenamt vorangebracht wird, nicht zielführend.

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