Cindy Holmberg
Vielen herzlichen Dank. – Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich bin manchmal schon etwas schockiert, was für ein schlechtes Bild von unseren ländlichen Räumen zu zeichnen versucht wird. Tatsächlich sind wir in Baden-Württemberg hier wirklich gut aufgestellt. Die Menschen fühlen sich wohl in unseren ländlichen Räumen. Wir müssen einfach das Angebot schaffen, um diese Räume zu stärken. Deshalb bin ich auch besonders froh, dass ich hier als Sprecherin für ländlichen Raum und als Sprecherin für Bauen und Wohnen vom Wandel zu neuen Wohnformen auch in den ländlichen Räumen höre. Denn ich glaube tatsächlich, das brauchen wir. Der demografische Wandel zeigt: Die graue Wohnungsnot kann zuschlagen, wenn wir es zulassen. Aber wir müssen es nicht zulassen. Ich denke, das gelingt, wenn wir generationsübergreifende Wohnformen, auch alternative Wohnformen in den Zentren der Dörfer und auch der größeren Kommunen in den ländlichen Räumen anbieten. Ich glaube, das wird den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken. Es wird Wohnformen für Fachkräfte bieten, und es wird den Menschen erlauben, (Zuruf des Abg. Anton Baron AfD) würdevoll in ihrem eigenen Heimatdorf zu altern. Ich glaube, genau das ist es, was wir zur Verfügung stellen müssen. Wenn ich jetzt in das Publikum schaue, sehe ich viele junge Menschen. Die Jugendstudie hat gezeigt: Auch junge Menschen wollen gern wieder zurück in den ländlichen Raum; auch sie suchen nach Wohnformen. Die Handwerksbetriebe in unserem Land suchen Wohnformen für Auszubildende. (Glocke des Präsidenten) Hier müssen wir Alternativen bieten. Vielen herzlichen Dank. Daran setzen wir uns, und wir machen Baden-Württemberg modern und zukunftsfest. (Beifall bei den Grünen – Vereinzelt Beifall bei der CDU)
