Rudolf Hoogvliet
Na, ich freue mich, dass ich offenbar für die rechte Seite doch erheblichen Diskussi onsstoff geliefert habe. (Beifall des Abg. Dr. Rainer Balzer AfD) Vielleicht wird jetzt doch die eine oder andere Haltung über dacht werden. (Zuruf von den Grünen: Die Hoffnung stirbt zuletzt! – Zurufe von der AfD) Man muss dabei bleiben. Gerade auch die Länder des Globalen Südens werden ein gro ßes Interesse an einer geregelten Weltordnung haben – davon bin ich überzeugt –, daran, dass nicht das Recht des Stärke ren, sondern das Völkerrecht gilt. Auch und gerade die Län der des Globalen Südens haben Interesse an fairen Wirtschaftsund Handelsbeziehungen. Herr Schütte hat darauf hingewie sen: Afrika ist ein aufstrebender Kontinent. periode – 65. Sitzung – Mittwoch, 24. Mai 2023 Wir haben eine Start-up-Veranstaltung, einen großen Kongress in Nigeria gehabt. Da kann man nur staunen, mit welcher Vi talität, mit welchen Ideen und mit welcher Kreativität auf die sem Kontinent gearbeitet wird. Davon kann sich manches Start-up und manche Initiative hier eine Scheibe abschneiden. Es ist nicht alles Burundi, was es da gibt. Es gibt mannigfal tige, sehr unterschiedliche Ebenen. Auch und gerade die Länder des Globalen Südens leiden un ter dem Klimawandel, leiden unter dem Artensterben, was sie übrigens nur zu einem geringen Teil mitverursacht haben. Ich bin deswegen zuversichtlich, dass wir mit einer neuen Partnerschaft vorankommen können. Das ist – das will ich zum Ausdruck bringen – in einem wohlverstandenen Eigen interesse von Baden-Württemberg. Natürlich würde sich unser Land total verheben, wenn wir die se Herausforderungen im Alleingang angehen wollten. Natür lich kann Baden-Württemberg mit seiner Entwicklungs- und Partnerschaftspolitik nicht die Probleme des Planeten lösen. Darum geht es aber auch nicht. Es geht darum, dass wir, das Land, unsere Stärken ausspielen und uns eben nicht verheben.
