Dennis Birnstock
Vielen Dank, Frau Ministerin, für das Zulassen der Zwischenfrage. – Nach den Ausführungen des Kollegen Schütte und nachdem ich jetzt auch Ihren Ausführungen zugehört habe, möchte ich Sie noch einmal fragen, wie sehr Sie sich an Ihr selbst gesetztes Ziel, bis zum Ende dieses ersten Quartals eine Entscheidung zu treffen, gebunden fühlen und ob Sie dieses Ziel dann auch werden halten können. Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Petra Olschowski: Ich kann Ihnen sagen, dass ich alles dafür tue, dass wir dieses Ziel einhalten. (Beifall bei den Grünen und Abgeordneten der CDU – Abg. Alexander Salomon GRÜNE: Sehr gut!) Ich möchte vielleicht, um zum Schluss noch einmal einen Blick auf den Innovationscampus zu werfen, deutlich machen, was der Präsident des Stifterverbands, Michael Kaschke, und der Vorstandsvorsitzende der heute schon genannten Charité in Berlin, Heyo Kroemer, kürzlich im „Tagesspiegel“ darüber geschrieben haben: Voraussetzung für eine erfolgreiche Zukunft der industriellen Gesundheitswirtschaft sind interdisziplinäre Zusammenarbeit und neue Formen für Kooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft in der Forschung und Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen. Das Zitat geht weiter: Durch eine gezielte Förderung der Netzwerkstruktur zwischen Wissenschaft und Gesundheitswirtschaft sowie den Aufbau von Innovationsökosystemen kann sowohl der Forschungs- als auch der Industriestandort Deutschland für Gesundheit nachhaltig gestärkt werden. ... Translation und Skalierung, also die Verankerung und Nutzenrealisierung im Gesundheitswesen, müssen von Beginn an integrativer Teil einer Forschungsstrategie sein. Das ist genau das, was wir mit dem Vorhaben Innovationscampus voranbringen. Ich sichere Ihnen zu, dass wir dies in der nächsten Zeit mit aller Kraft weiterhin tun werden. (Unruhe) Es gibt auch die ersten Erfolgsmeldungen; wir haben schon welche gehört. In der jüngsten Förderung ging ein Starting Grant des Europäischen Forschungsrats an eine Koordinatorin im Innovationscampus, und die Nachwuchsgruppen – – Ich glaube, auch die AfD könnte zuhören. (Abg. Anton Baron AfD: Ja!) Auch die Nachwuchsgruppen bringen im Bereich der Herzund Gefäßforschung Teilprojekte in zwei Sonderforschungsbereichen ein, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit insgesamt über 28 Millionen € gefördert werden. Wir sind also an einem anderen Punkt als vor einem Jahr und freuen uns, dass der Start so erfolgreich ist. Wir versprechen uns von dem Innovationscampus, dass er zum Zentrum des lebens- und gesundheitswissenschaftlichen Innovationsökosystems in der Region wird. Aber ein Ökosysiode – 60. Sitzung – Donnerstag, 9. März 2023 tem ist eben nicht nur ein Aquarium voller Zierfische. Strukturen müssen wachsen und sich entwickeln, Verbindungen müssen geknüpft werden und sich fest verankern. Dann wird das Engagement für diesen Innovationscampus die Forschung wie auch unser Land voranbringen. Daran arbeiten wir. Ganz herzlichen Dank. (Beifall bei den Grünen und Abgeordneten der CDU)
