Jan-Peter Röderer
Sehr geehrter Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen! Liebe Kollegen der CDU, lieber Herr Dörflinger, Sie haben völlig recht, es dauert zu lange. Der Ausbau geht zu langsam voran. Wir brauchen mehr Tempo. Aber was denken Sie, woran das liegt? An den anderthalb Jahren neuer Bundesregierung? (Abg. Anton Baron AfD: An den Grünen!) An den zwölf Jahren unionsgeführtem Ministerium, wo man erst mal aufräumen muss, damit man erst mal losrollen kann? Ich weiß es nicht. (Beifall bei der SPD und der FDP/DVP – Abg. And- reas Deuschle CDU: Das waren 16 Jahre, und da wa- ren Sie zwölf Jahre dabei!) – Sie sind doch hier auch in der Regierung. Heißt das, Sie wollen hier auch nicht, weil es hier nicht vorangeht? (Beifall bei der SPD) Das Zieljahr 2030 – Sie haben den Deutschlandtakt angesprochen; ich will jetzt gar keine Lanze für Staatssekretär Theurer brechen, das wird der Kollege Jung wahrscheinlich tun; ich kritisiere auch viel daran –, das damals für den Deutschlandtakt formuliert wurde, wurde von Andreas Scheuer formuliert. Wenn man bei solch einem Projekt 20 bis 30 Jahre betrachtet, dann war das Ziel ja schon bei der Verkündung unrealistisch. Es dauert zu lange; das möchte ich noch mal betonen. Aber 2070 ist völlig inakzeptabel. Da bin ich ganz bei Ihnen. Das ist völlig klar. (Abg. Andreas Deuschle CDU: Also Sie sagen, 2030 war zu lang und 2070 ist okay! Das ist jetzt aber in- teressant! – Gegenruf des Abg. Jonas Weber SPD: Das hat er doch gar nicht gesagt! Jetzt drehen Sie ihm doch nicht das Wort im Mund herum!) – So ist es, vielen Dank. (Abg. Anton Baron AfD: Mischen Sie sich doch nicht in die Debatte ein! – Heiterkeit – Glocke des Präsi- denten)
