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Alena Trauschel

FDP 08.03.2023 Sitzungen 17/59

Der Frauenanteil unter den Parteimitgliedern ist geringer als in der Bevölkerung. Das sind für sich genommen erst einmal bloße Tatsachen, aber noch keine Probleme. Denn jeder Abgeordnete ist gemäß Artikel 27 der Landesverfassung Vertreter des ganzen Volkes und nicht nur seines Geschlechts. (Beifall bei der FDP/DVP und Abgeordneten der SPD sowie des Abg. Hans-Peter Hörner AfD) Dass wir zu diesen Symptomen kommen, hat eine Vielzahl von Gründen. Manche davon sind problematisch, andere nicht. Wenn sich beispielsweise Frauen häufiger als Männer frei entscheiden, nicht in einer Partei mitzuwirken, weil sie sich z. B. nicht für Politik interessieren, ist das kein Problem. Wenn sie lieber Zeit mit Freunden und Familie verbringen, ist das kein Problem. Wenn die geringe Repräsentanz Folge früherer oder gegenwärtiger Diskriminierung ist, mit fehlender Kinderbetreuung zusammenhängt oder mit einer gesellschaftlichen Haltung, welche die Verantwortung für Haushalt und Familie in erster Linie bei der Frau sieht, sind das Probleme, an denen wir arbeiten müssen. (Beifall bei der FDP/DVP und Abgeordneten der SPD) Keine Lösung ist es, einfach die Symptome zu bekämpfen, indem man die Ergebnisse gleich macht. Wenn bei den Grünen aus einem Frauenanteil von etwa 40 % bei den Mitgliedern zwanghaft über 50 % der Abgeordneten werden müssen, ist das im Gegenteil Diskriminierung und eine Verletzung der Chancengleichheit. (Lachen bei den Grünen) Erst recht absurd wird diese Quotenregelung, wenn Menschen per Selbstidentifikation ihr Geschlecht selbst definieren können. (Beifall bei der FDP/DVP und Abgeordneten der AfD – Abg. Anton Baron AfD: Da hat sie recht! – Unruhe bei den Grünen) – Ich verstehe ja die Empörung hier im Saal, aber ich möchte einmal ein bisschen zeigen, wohin denn dieses Quotendenken führen kann. (Lebhafte Unruhe)

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