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Sandra Boser

01.02.2023 Sitzungen 17/56

Frau Steinhülb-Joos, zum einen soll dieses Schuldatenblatt die Schulen in einem ersten Schritt tatsächlich in der Form unterstützen, dass sie die Daten überhaupt einmal zur Verfügung haben. Wir haben in den vergangenen Jahren zig Daten gesammelt, auch die Schulen haben Daten gesammelt, aber niemals komprimiert zur Verfügung gestellt. Es ist schon ein Mehrwert, den wir den Schulen jetzt zur Verfügung stellen, dass sie über ein Schuldatenblatt Informationen über ihre Schülerschaft bekommen, die sie bisher nicht hatten. Das andere: Wir unterstützen durch Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, die wir fortbilden, um diese Maßnahmen dann auch im Kollegium zu verbreiten. Wir wissen natürlich, dass das am Ende einen Aufwand bedeutet. Ich habe aber schon bei der Beantwortung der vorherigen Frage versucht, darzustellen, dass die Rückmeldung der Schulen ist, dass es sie in ihrer Arbeit unterstützt. Tatsächlich ist der Lehrkräftemangel – da wiederhole ich mich sehr gern – momentan eine der schwierigsten Herausforderungen. Wir wissen, dass wir derzeit gerade an den Grundschulen und den SBBZ in einer extrem schwierigen Situation sind. Wir wissen, dass wir versuchen müssen, mehr Menschen für den Lehrerberuf zu gewinnen, dass wir versuchen müssen, auch Personen, die derzeit nicht in den Schulen sind, wieder so schnell wie möglich in den Unterricht zurückzubekommen. Wir haben unterschiedliche Maßnahmen, die ich bereits beschrieben habe, wie Quereinstieg, Seiteneinstieg in den weiterführenden Schulen. Wir bieten Gymnasiallehrkräften an, an die Grundschulen zu gehen, um dort zu unterstützen. Den Sozialindex und die multiprofessionellen Teams erproben wir, pilotieren wir und werden diese Maßnahmen dann auch weiter ausführen. Wir sind also jetzt an verschiedenen Stellen dabei, Maßnahmen auf den Weg zu bringen, von denen wir überzeugt sind, dass sie am Ende unsere Schulen unterstützen. Wenn ich noch einen Punkt nennen darf: Das Programm „Starke BASIS!“, in dem unterschiedliche Programme enthalten sind, haben wir auf zehn bis 15 Jahre ausgelegt, weil wir wissen, dass es eine ganze Zeit braucht, bis gewisse Programme wirksam sind. Auf der anderen Seite wirkt die Lesefördermaßnahme BiSS-Transfer schnell. Das zeigt auch Hamburg. Wenn wir uns aber z. B. mit Hamburg vergleichen, dann stellen wir fest, dass wir prozentual in der gleichen Breite unterwegs sind wie Hamburg, was die Anzahl der Schulen betrifft, die derzeit an diesem Versuch teilnehmen. Wir unterstützen also auf verschiedene Art und Weise. Ich weiß, Ihnen, der SPD, geht es nicht schnell genug. Wir müssen aber auch den Realitäten ins Gesicht schauen. Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass nicht an jeder Ecke Lehrkräfte stehen, die darauf warten, eingestellt zu werden. Viel- (Staatssekretärin Sandra Boser) mehr müssen wir ganz intensiv darum werben, dass Lehrkräfte, die jetzt im Beruf sind, gegebenenfalls aufstocken, dass sie länger im Beruf bleiben, wenn es möglich ist. Damit haben wir auch die Möglichkeit, Maßnahmen, die andere Bundesländer auf Basis des Vorschlags der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission derzeit prüfen, wie eine Erhöhung des Klassenteilers oder eine grundsätzliche Erhöhung von Deputaten, die Sie vorhin auch angesprochen haben, in Baden-Württemberg nicht umzusetzen.

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