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Sandra Boser

01.02.2023 Sitzungen 17/56

Lassen Sie mich zunächst meinen Gedanken zu Ende führen. – Ich darf Ihnen sagen, Herr Kollege Stoch: Sie hatten und haben recht mit dieser Aussage. Wenn Sie, lieber Kollege Timm Kern, jetzt sagen, Grüne wären gegen G 9, weil die Gemeinschaftsschulen darunter leiden könnten, sage ich Ihnen ganz ehrlich: Bei einer Quote des Übergangs von Schülerinnen und Schülern mit Gymnasialempfehlung an die Realschule von 25 % machen wir uns ganz deutlich Sorgen um die Zukunft der Realschule. (Beifall bei den Grünen und Abgeordneten der CDU – Abg. Andreas Schwarz GRÜNE: Absolut! Sehr richtig!) Es geht an dieser Stelle nicht nur um eine Schulart, es geht um mehrere Schularten. Deswegen lassen Sie mich ganz deutlich sagen: Wir müssen eine Debatte über eine Verlängerung der Schulzeit am allgemeinbildenden Gymnasium immer im Kontext der anderen Schularten führen. Denn wir haben in Baden-Württemberg sehr viel dafür getan, dass G 9 an anderen Schularten möglich ist; da nenne ich an allererster Stelle die beruflichen Gymnasien. Ich möchte auch noch mal ganz deutlich sagen: Es hätte auch starke Auswirkungen auf den ländlichen Raum. Denn diese Differenziertheit, in der wir momentan das berufliche Schulwesen im Bereich der beruflichen Gymnasien haben, werden wir bei einem Wechsel auf G 9 am Ende nicht halten können. Somit hat das nicht nur Auswirkungen auf Schularten. Es hat Auswirkungen auf ländliche Räume, und es hat natürlich auch Auswirkungen in Bezug auf die Frage, wie wir am Ende die Schülerinnen und Schüler vor dem Hintergrund des Personalmangels bestmöglich fördern können. (Beifall bei den Grünen und Abgeordneten der CDU)

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