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Alfred Bamberger

AfD 15.12.2022 Sitzungen 17/52

Habe die Ehre, Herr Präsident, grüß Gott, meine Damen und Herren! Es ist normal, dass man in schwierigen Zeiten von der Wissenschaft Rat und Hilfe einfordert. Abhängig vom Thema bzw. von der Problematik kann die Wissenschaft Lösungen und Analysen bieten. Die Beziehung zwischen Politik und Wissenschaft ist allerdings ambivalent. Sie reicht von Ignoranz bis zur sklavischen Umsetzung wissenschaftlicher Positionen, auch unter Verdrängung des gesunden Menschenverstands. Beide Extreme bergen die Gefahr, unserer Nation und damit auch Baden-Württemberg schweren Schaden zuzufügen. (Alfred Bamberger) Wie steht es beispielsweise um die wissenschaftlichen Fakten der Klimaerwärmung? Die einen – nennen wir sie die Panikfraktion – sehen den Weltuntergang heraufziehen, während die andere Seite einer Klimaerwärmung und einer erhöhten CO -Konzentration durchaus positive Seiten abgewinnen kann – nachzulesen in der World Climate Declaration. Beide Positionen werden von Wissenschaftlern scheinbar belegt, wobei die Panikfraktion zurzeit auch dank medialer Unterstützung die Oberhand gewonnen hat. In der Wissenschaft gibt es nur „wahr“ oder „nicht wahr“. Zwar versucht die Politik, durch finanzielle Unterstützung Forschungsinstitute in eine Richtung zu lenken, die ihr genehm ist. Allerdings besteht dann die Gefahr, dass am Ende aufgrund der globalen Wissenschaftsgemeinde und der Faktenlage dieses Unterfangen misslingt. Leider hat sich die Bundesregierung ebenso wie die Landesregierung auf die Seite der Klimapaniker geschlagen – mit allen Konsequenzen für unser Land. So glaubt man tatsächlich, die CO -Konzentration wäre ein Thermostat für die Welttemperatur. Blind und unreflektiert folgt man der von der ehemaligen Kanzlerin Merkel propagierten Energiewende. So schaltet man Kernkraftwerke ab, obwohl diese selbst von der EU als klimaneutral eingestuft wurden. Darüber hinaus will man auch Kohlekraftwerke abschalten, nur um die CO -Konzentration zu senken. Als Ersatz sollen Windkraftanlagen und Solarpaneele die für die Wirtschaft erforderliche Energie liefern. Da die installierte Leistung mangels Wind nicht ausreicht, sollen jetzt noch mehr Windkrafträder gebaut werden. Ein Mehr an Windkrafträdern bringt aber nicht mehr Wind, sondern nur ein Mehr an Umweltzerstörung. (Abg. Petra Krebs GRÜNE: Wo sind wir denn jetzt?) Wenn man bedenkt, dass die Flügel der Windkraftanlagen mit Balsaholz ausgekleidet werden, findet die Umweltzerstörung auch noch in Tropenwäldern statt, weil das Balsaholz aus Plantagen für den grünen Windkraftwahn nicht ausreicht. Es ist wie bei allen grünen Projekten: Umweltzerstörungen in unvorstellbarem Ausmaß finden in der Dritten Welt statt – sei es Palmöl, Lithium oder Balsaholz. (Beifall bei der AfD – Zuruf des Abg. Dr. Uwe Hell- stern AfD) Allein die Idee, ein hoch industrialisiertes Bundesland energetisch von Wind und Wetter abhängig zu machen, muss man als wahnsinnig bezeichnen. Mittlerweile hat sich herausgestellt: Jeder Wissenschaftler wusste vorher, dass die sogenannten erneuerbaren Energien nicht grundlastfähig sind. Trotzdem hält die Landesregierung an der propagierten Dekarbonisierung des Landes fest. Das kommt aber einer Deindustrialisierung des Landes Baden-Württemberg gleich. Um diese Transformation eines reichen Industrielands in ein Armenhaus zu verhindern, hat die AfD einen Antrag gestellt, mit dem die Kernforschung am KIT ebenso wie der Bau eines Versuchskernreaktors vorangetrieben werden sollen. (Beifall bei der AfD) ode – 52. Sitzung – Donnerstag, 15. Dezember 2022 Mittlerweile gibt es Reaktortypen, die nicht mehr die Nachteile der bisher bekannten Atommeiler aufweisen. So produzieren Dual-Fluid-Reaktoren so gut wie keinen Atommüll. Der Wirkungsgrad ist weitaus höher als beim klassischen Atommeiler. (Zuruf des Abg. Daniel Lede Abal GRÜNE) Allerdings besteht für diesen Reaktortyp noch erheblicher Forschungsbedarf, den wir u. a. mit unserem Antrag vermindern wollen. Wie Sie wissen, haben Wissenschaftler in den USA zum ersten Mal Energie mittels Kernfusion – wenn auch nur für extrem kurze Zeit – gewinnen können. Von dieser Technologie sind wir noch Lichtjahre entfernt. Die AfD hat sich in der Vergangenheit dafür starkgemacht, den Bereich der Gaming-Industrie zu stärken, (Zuruf des Abg. Dr. Albrecht Schütte CDU) wohlgemerkt im Wirtschaftsausschuss, denn es soll vor allem unter diesem Aspekt gefördert werden. Gaming ist ein enorm wichtiger Wachstumsmarkt, gerade hier in Deutschland. (Beifall bei der AfD) Deshalb ist es wichtig, hier nicht abgehängt zu werden. Ob das hier die große Kunst oder Kultur ist, lassen wir mal dahingestellt. Unserer Meinung nach gehört diese Sparte in das Wirtschaftsressort. Freundlicherweise hat die Landesregierung jetzt den Antrag der AfD angenommen – vielen Dank, AfD wirkt –, indem sie die Förderung der visuellen Medien fast mit der Summe bedacht hat, die wir uns vorgestellt haben: 10 Millionen €. Wir sind, wie gesagt, der Meinung, dass diese Förderung gezielter und sinnvoller im Wirtschaftsministerium und nicht im Ressort für Wissenschaft, Forschung und Kunst allokiert wäre. Bereits mein Vorgänger als wissenschaftspolitischer Sprecher meiner Fraktion, Dr. Bernd Grimmer, hat in der Vergangenheit bei der inflationären Ausweitung der UNESCO-Kulturerbetitel immer auf die Verpflichtung hingewiesen, die mit einem solchen Titel erwächst. Nun haben wir diese Situation bereits ein Jahr später. Es fehlt das Geld, und das Land soll einspringen, wenn es bei den Kommunen vor Ort fehlt. Gleichzeitig haben wir uns für den Erhalt des Archäoparks Vogelherd ausgesprochen. Ich muss sagen: Ich fand die Idee nicht schlecht, den Dienstsitz eines Denkmalschützers im Archäopark Vogelherd einzurichten. Der wissenschaftliche Direktor des Parks hat kompetentes Personal und ein entsprechendes Programm gefordert. Dies möchten wir unterstützen und haben den Antrag eingereicht, zwei Forschungsstellen für Archäologen zur Verfügung zu stellen. Dies würde die Archäologie in unserem Land stärken und eine Strahlkraft auf andere archäologische Forschungsbereiche entwickeln, beispielsweise für die Kelten und die Römer. Herzlichen Dank. (Beifall bei der AfD)

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