Muhterem Aras
Frau Ministerin, lassen Sie eine Zwischenfrage des Herrn Abg. Brauer zu? (Unruhe) Ministerin für Kultus, Jugend und Sport Theresa Schopper: Ich weiß schon, was Herr Brauer fragen will. – Herr Brauer, am Schluss können Sie gern eine Nachfrage stellen. Ich möchte nun aber erst einmal zu Ende vortragen. Für mich ist es wichtig, dass wir tatsächlich schauen: Wie können wir die Versorgung an unseren Schulen verbessern? Im Grundschulbereich und im sonderpädagogischen Bereich haben wir die größten Sorgen, weil dort die Lehrkräfte aufgrund der Bedarfsprognosezahlen – – Das ist keine Schuldzuweisung. Es geht um die Zahlen, die vom Statistischen Landesamt im Jahr 2011 kamen. Diese Zahlen sind die Grundlage dafür gewesen, welchen Bedarf man an die Universitäten meldet, und dieser Bedarf ist – warum auch immer; ich habe die StaLa-Zahlen nicht gemacht; diese Zahlen sind aber die Grundlage gewesen – – Deswegen ist man doch bei vielem heruntergefahren, aber es ist doch nun das Gegenteil eingetreten. Wir hängen uns nun mit aller Kraft rein, damit wir genau diese Bedarfsprognosen richtig ermitteln. Wir sind von dem weggegangen, was man ursprünglich mal gemacht hat, nämlich, die Bedarfsprognosen weitgehend nach Jahresplan zu gestalten. Wir machen dies jetzt sehr engmaschig, sodass wir immer genau wissen, welche Bedarfe wir haben, und melden diese dann an die Universitäten, um die entsprechenden Ausbildungszahlen zu bekommen. Das ist das, womit wir gegensteuern. Ich muss Ihnen sagen: Ich bin nicht damit zufrieden, dass wir noch immer zu wenige Lehrkräfte haben, die wir einstellen können. (Abg. Sascha Binder SPD: Wieso entlassen Sie dann die, die es machen?) Wir schauen gerade auf die neuen Lehrkräfte, die von der Universität kommen, dass wir sie auch in die Gebiete bringen, in denen es eine Unterversorgung gibt. (Zuruf des Abg. Dr. Stefan Fulst-Blei SPD) (Ministerin Theresa Schopper) Wie gesagt: Wer heute mobil ist, der bekommt auch hier in Stuttgart eine Stelle, er bekommt in der Gemeinschaftsschule eine Stelle, in der Sek I, in der Grundschule, in den SBBZ. Überall gibt es Bedarf. Was wir außerdem gemacht haben – das wissen Sie auch –: Wir haben den Gymnasialabgängern, die eine Fächerkombination haben, die momentan nicht gebraucht wird, weil zu viele am Start sind, gesagt: „Bitte, liebe Gymnasiallehrkräfte in spe, kommt an die Grundschulen!“ Damit haben wir nicht sehr viel Freude geerntet, und wir haben nicht sehr viele Absolventen bekommen, die dies getan haben. (Abg. Andreas Stoch SPD schüttelt den Kopf.) – Da braucht der Kollege Stoch gar nicht den Kopf zu schütteln. Wir würden sie ja nachqualifizieren. Außerdem haben sie die Zusage, dass sie nach drei Jahren in den gymnasialen Bereich übernommen werden. Es ist nicht so, dass wir sagen: Einmal Grundschule, immer Grundschule. Aber eine gewisse Flexibilität – das muss ich schon sagen – wäre mir auch lieb. Das ist der Punkt, der mir fehlt. (Beifall bei den Grünen und der CDU) Daher: Die Baustelle bleibt, und wir bearbeiten sie sukzessive. Wir sind auch bei den Haushaltsberatungen entsprechend tätig, dort, wo wir die größten Herausforderungen sehen. Aber selbst wenn wir es heute beschließen würden, würden wir die Durchzahlung über die Sommerferien nicht bekommen. Es ist eine Schimäre, die Sie da in die Welt setzen. Aber wir bleiben dran. (Beifall bei den Grünen und der CDU – Abg. Gabri- ele Rolland SPD: Aha! – Zuruf des Abg. Dr. Stefan Fulst-Blei SPD)
