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Jonas Weber

SPD 22.06.2022 Sitzungen 17/40

Ja, das weiß ich wohl; das ist mir wohl bewusst. Ich wusste auch, wie damals der Umweltminister hieß. Herr Hauk, Sie haben gerade angekündigt, dass Sie mit dem Land Baden-Württemberg Vorreiter bei der Bioökonomie werden wollen. Übrigens: Ein fast gleichlautendes Ziel hat auch das Land Bayern. Es wird also schon schwierig, denn es können nicht so arg viele Vorreiter werden. Sie haben im Land Baden-Württemberg im Jahr 2019 mit einer eigenen Strategie begonnen. Mit den Ländern, die Sie vorhin nannten – u. a. Dänemark, die Niederlande, Schweden; 2011, 2012, 2013 –, konkurrieren Sie um die Vorreiterrolle. Wie wollen Sie denn den Vorsprung, den diese Länder haben, aufholen, und woran messen Sie den Vorsprung bei dem wichtigen Ziel Bioökonomie? Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Peter Hauk: Wir werden den Vorsprung einfach daran messen, inwieweit wir fossile Rohstoffe durch regenerative Kohlenstoffe ersetzen können – das wird der messbare Punkt sein –, und natürlich daran, inwieweit der wirtschaftliche Erfolg – nämlich der der Unternehmen – in Baden-Württemberg damit zusammenhängt. Es ist übrigens unbestritten, dass mehrere Länder und Nationen – überhaupt alle – sich ein Stück weit auf den Weg gemacht haben. Aber ich denke, im Wettbewerb werden die besten Ergebnisse erzielt, und Wettbewerb ist in dieser Frage notwendig. Dem Wettbewerb muss man sich stellen, und eine wettbewerbsorientierte Gesellschaft wird am ehesten auch Vorreiter werden können. Wenn wir nicht den Anspruch hätten, Vorreiter zu werden, wäre dies für unsere Industriegesellschaft, die derzeit noch sehr stark auf fossile Rohstoffe ausgelegt ist, hoch problematisch. Deshalb erheben wir den Anspruch, die Vorreiterrolle zu übernehmen, damit wir die fossilen Rohstoffe möglichst schnell durch nachwachsende Kohlenstoffe ersetzen.

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