Martin Hahn
Herr Minister, herzlichen Dank für Ihre Ausführungen zum Thema Bioökonomie. Ich denke, da war vieles enthalten, auch vieles, was uns in die Zukunft führen kann. Ja, wir Grünen übernehmen – wie soll ich sagen? – die „Zeugungsverantwortung“ für das Thema Biogas, das, so sage ich jetzt einmal, wenn man es lebensbildlich betrachtet, in seiner Pubertät Zeichen von sich gegeben hat, die für unsere Landwirtschaft nicht gut waren. Das war nicht jenes, was die Impulsgeber damals wollten, wie ich glaube. Sie wissen ja selbst: Die politische Verantwortung für die pubertäre Phase lag dann ja nicht mehr in grüner Hand. Es wurde aber nicht besser. – Ich wollte jetzt nur etwas in Bezug auf den Lebensimpuls sagen. – Deswegen bin ich ganz froh über Ihre Ausführungen. Ich will sagen: Das zeigt doch, dass sich das, was aus dem Thema Biogas werden kann, gewaschen hat. Wenn man das alles zusammen denkt, dann muss man schon sagen, dass der Impuls ja ein völlig anderer war. Der Impuls war ganz schlicht, dass wir gesagt haben: Wir wollen aus Abfall, aus Mist Energie machen. Das war der Urimpuls. Das hat dann zwischendurch dazu geführt, dass man aus wertvollen Lebensmitteln Energie produziert hat. Ich glaube, jetzt gehen wir auf die Zielgerade, dass in diesen Anlagen über das Thema Bioökonomie quasi wertvolle Rohstoffe produziert werden können, die wir in unseren Wirtschaftskreisläufen dringend brauchen. Die Frage, die ich habe, ist die nach den Gestehungskosten von Strom aus Windenergieanlagen und aus Biogas. Das habe ich in Ihren Ausführungen nicht ganz verstanden, das war sehr uneindeutig. Da hatten Sie den Zusammenhang hergestellt, sind aber darüber hinweggegangen. Das habe ich nicht ganz verstanden. Ich wäre froh, wenn Sie noch einmal ausführen, wie die Gestehungskosten aussehen. Soweit ich weiß, liegen wir bei Windenergieanlagen zurzeit bei rund 5, 6 Cent pro Kilowattstunde – auch in Baden-Württemberg –, und beim Biogas liegen wir noch immer bei 20, 21 Cent pro Kilowattstunde. Daher würde mich einfach noch einmal interessieren, wie Sie diesen Part in Ihrer ökonomischen Betrachtung sehen. Danke schön.
