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Dr. Uwe Hellstern

AfD 01.06.2022 Sitzungen 17/39

Ja, Entschuldigung. (Vereinzelt Heiterkeit und Beifall) Liebe Kolleginnen und Kollegen, Herr Präsident! Es ist doch erstaunlich, wenn der Agrarminister dieses Landes ausführt, dass in Spanien, Frankreich und in den Mittelmeerländern, vor allem in Italien, die Standortgunst weniger Pflanzenschutz­ mittel erlaubt, aber dass die größte Bedrohung des Weins in unserem Land der Klimawandel ist, der das Klima dahin ver­ schieben sollte, wo es in diesen beim Weinbau begünstigten Ländern ist. Also, da kann man nur den Kopf schütteln. (Beifall bei der AfD) Der Klimawandel ist ganz sicher eine große Herausforderung, aber für den Weinbau ist er wahrscheinlich keine Haupther­ ausforderung. Wie hier Fakten aus Biologie, Landwirtschaft und Physik vergewaltigt werden, (Heiterkeit bei der AfD) um ideologisch einfach in das Konzept der Klimahysterie ge­ zwungen zu werden, ist doch symptomatisch. (Beifall bei Abgeordneten der AfD – Unruhe bei den Grünen) Ein Parlament sollte sich immer mit den Fakten und den tat­ sächlichen Herausforderungen befassen und nicht nur mit Ideologie. (Abg. Anton Baron AfD: Sehr gut!) Gerade in einem Land mit hohen Energie- und Lohnkosten sind natürlich die Agrarschaffenden auf hohe und zuverlässi­ ge Erträge angewiesen. Das verschärft die Situation dieser Be­ triebe, weil sie bei uns relativ hohe Fixkosten haben. Wenn der Landwirtschaftsminister also etwas Gutes tun wollte, müss­ te er auch darauf drängen, dass diese Betriebe von diesen Kos­ ten so weit wie möglich entlastet werden. (Beifall bei der AfD) Wenn wir z. B. sehen, dass für manche chemische Pflanzen­ bekämpfung mechanische Methoden Ersatzmethoden sind, dann müssen wir auch sehen, dass dabei Energie, Diesel, Ar­ beitskraft oder was auch immer verbraucht werden. Wenn Sie dann tatsächlich die Reduktion bei diesen Mitteln wollen, dann können Sie nicht gleichzeitig die Preise für die Ersatz­ technologien in ungeahnte Höhen treiben. (Abg. Martin Hahn GRÜNE: Dem beugen wir vor!) Aber genau das machen Sie. Das ist unaufrichtig gegenüber den Agrarschaffenden. (Beifall bei der AfD) periode – 39. Sitzung – Mittwoch, 1. Juni 2022 Letztlich haben wir in den landwirtschaftlichen Betrieben über die letzten Jahrzehnte eine permanente Technisierung gehabt, die es den Bauern überhaupt ermöglicht hat, zu überleben. Bei dieser Technisierung haben wir einen immer größeren Einsatz von Energie. Das ist – wie gesagt – dem Preisdruck geschul­ det, den Sie mit verursachen. Also tun Sie nicht so, als wären Sie die Verteidiger und Freunde der Bauern. Denn Sie brin­ gen die Leute eigentlich erst unter diesen Druck, der sie zwingt, alle Methoden anzuwenden, um Höchsterträge zu haben, weil sie sonst nicht überleben könnten. Vielen Dank. (Beifall bei der AfD)

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