Klaus Hoher
Herr Präsident, meine Damen und Herren, Kolleginnen und Kollegen! Ich freue mich im mer, einem Impulsvortrag des Ministers zuzuhören. Dieser war sehr umfangreich und war ein großes Plädoyer für den Wald, Entschuldigung, für den Weinbau. Normalerweise spricht er immer zum Wald so impulsiv, jetzt anscheinend auch zum Weinbau. Wir lesen die Anträge natürlich immer bis zum Ende. Wir le sen sie auch mehrfach, weil man sie auf Anhieb oft nicht ver steht. Dann müssen wir sie öfter lesen. Wir werden dann die Fakten sammeln und uns Gedanken machen. Es gibt natürlich Unterschiede. So schmeißen z. B. an der Mo sel in Steillagen Privatbesitzer schneller das Handtuch als ei ne Genossenschaft am Bodensee an einer Steillage, die einen Premiumwein aus dieser Steillage macht. Man darf Äpfel mit Birnen vergleichen. Man sollte dann aber auch ehrlich sein und genau nachfragen, wie die Grundsituationen in den ver schiedenen Regionen aussehen. Diese sind einfach verschie den. Eines ist immer klar, Herr Pix: Wir werden es in Baden-Würt temberg etwas schwerer haben, Biowein zu erzeugen. Das müssen Sie zugeben. Ich glaube, auch Herr Pix hat im Biobe reich schon mal beinahe einen Totalausfall gehabt. Aber die Zahlen sprechen eigentlich schon dafür, dass es, wenn im Au genblick nur 6 % der Betriebe auf Bio umgestellt haben, wahr scheinlich doch etwas schwieriger ist. Ansonsten würden es mehr machen. Ich bekomme auch Qualitätsangaben – diese stimmen wahrscheinlich nicht zu 100 % – wie: „Diesen sau ren Wein vom Biobauern kannst du nicht trinken.“ Diesen Satz sagte einer zu mir. Wir müssen hier auch neue Rebsorten ins Geschäft hineinbringen, und diese neuen Weinsorten müssen sich erst einmal etablieren. Wir werden das alles konstruktiv und gut begleiten und wer den euch immer auf die Finger schauen, ob ihr das alles rich tig umsetzt, was ihr hier so predigt. Vielen Dank. (Beifall bei Abgeordneten der FDP/DVP)
