Martin Hahn
Das kann ich nicht. Ich habe keine Zeit, sonst würde ich immer Fragen zulassen. Herr Kollege Weber, zum Schluss: Ich muss ehrlich sagen, alte Kamellen in Sachen Schlachthöfe herauszuziehen ist schwierig. Ja, es war nicht alles in Ordnung. Ja, es ist nicht alles perfekt. Tatsächlich muss man aber sehen, dass wir damit aufgeräumt haben, dass die Dinge im Lot sind und wir sie ins Lot gebracht haben. Wenn man bei jeder Gelegenheit für alle Fälle, in denen nachgewiesen ist, dass die Tierhaltung schwierig war, mehr Personal fordert, muss ich sagen: Diese Fälle hätten Sie mit mehr Personal überhaupt nicht in den Griff bekommen. Nachgewiesenermaßen sind fast alle dieser Fälle auf psychische Ausnahmesituationen der Bewirtschafter zurückzuführen. Da nützt uns mehr Personal auch nichts. Menschliches Versagen ist und bleibt menschliches Versagen. Das müssen wir leider aushalten. Zum Schluss zu den Kälbern. Ich möchte klar sagen: Wir haben ein gesetzlich einwandfreies Verfahren des Kälbertransports. Dieses Verfahren gewinnt nicht den „Schönheitspreis Number one“ auf dieser Welt. Das will ich auch sagen. Unsere Kälber kommen aber kontrolliert von A nach B. Wenn man solche Dinge einstampft, muss man mit der Verantwortung dafür leben, dass sie auch zuerst mal in die falsche Richtung fahren und man dann, unter anderen gesetzlichen Rahmenbedingungen, dorthin kommt, wohin man unter unserer Verantwortung sowieso gekommen wäre. Deswegen mahne ich da zur Klarheit und Wahrheit. Die Kollegin Braun hat mit mir gemeinsam ein Fachgespräch zur Kälbersituation in Baden-Württemberg angeregt. Ich glaube, wir sind da einen guten Schritt weitergekommen. Wir, die Koalition, werden dazu etwas vorlegen. Man muss nämlich wissen: Wenn wir die Situation der Kälber tatsächlich und nicht nur auf dem Plakat verbessern wollen, müssen wir andere Nutzungsformen anbieten. Das tun wir mit dem neuen FAKT. Milchgebundene Kälberaufzucht, einjährige Rindermast auf der Weide usw., all das haben wir vorgesehen. Wenn wir aber meinen, dass mit einem Verbot der Transporte irgend- (Martin Hahn) etwas besser wird, können wir auch an den Weihnachtsmann glauben. Danke. (Beifall bei den Grünen und Abgeordneten der CDU)
