landtag-bw.de ↗

Dr. Ute Leidig

07.04.2022 Sitzungen 17/35

Zu Ihrer Frage: Ganz grundsätzlich ist es ja nicht so, dass das Land Hausärzte beschäftigen würde. Insofern ist das eine irritierende Frage. Wenn Sie fragen würden: „Plant das Land, mehr zu tun, um die Verteilung zu steuern?“, würde ich sagen: Das ist jetzt gar nicht unsere Aufgabe, sondern es ist letzten Endes Aufgabe der Kassenärztlichen Vereinigung, Sitze zu vergeben, und da ist es ganz grundsätzlich eben auch so, dass es wenig wirklich unterversorgte Gebiete gibt. Unterversorgte Gebiete definieren sich über einen Schlüssel von Bürgerinnen und Bürgern, Einwohnerinnen und Einwohnern, die in einem Gebiet wohnen, und Ärzten, die in einem Gebiet niedergelassen sind. Wenn der Schlüssel unter 75 % fällt, dann ist prinzipiell ein Mangel vorhanden. Das ist wirklich nur in ganz wenigen Gebieten, z. B. im nordöstlichen Bereich in Baden-Württemberg, der Fall. Ganz grundsätzlich ist auch festzuhalten, dass wir in Baden-Württemberg eine hohe Approbationsquote gerade auch von Ärzten aus dem Ausland haben. So liegt es nicht unbedingt an der Approbation oder an der Menge von Personen. Das ist ein Ansatzpunkt, in die Richtung weiter zu denken, die Menschen dazu zu bringen, dass sie mehr von ihrer Arbeitszeit einbringen, um ihre Fachkompetenz anderen Menschen zur Verfügung zu stellen. Zu Ihrer Frage bezüglich Villingen-Schwenningen: Sorry, das kann ich Ihnen jetzt ad hoc nicht beantworten, aber die Antwort reichen wir gern schriftlich nach.

Alle Reden von Dr. Ute Leidig Protokoll ↗