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Udo Stein

AfD 10.03.2022 Sitzungen 17/32

Herr Präsident, meine Damen und Herren! Zunächst einmal möchte ich mich bei der FDP/DVP-Fraktion für die Einbringung des Antrags bedanken, anlässlich dessen wir uns über die Weiterentwicklung des Bibermanagements und des Biberfonds unterhalten. Wer mit den Landwirten im Gespräch ist, der weiß, dass das ein Thema ist, das ihnen wirklich sehr am Herzen liegt. Die positiven Aspekte des Bibers wurden mehrfach erwähnt. Ich persönlich freue mich wahnsinnig – ich habe als Jäger mehrfach Biber gesehen –, wenn man einen Biber live erleben kann, ein Tier, das bei uns mehrfach ausgerottet war und das ich aus meiner Kindheit überhaupt nicht gekannt habe. Wenn man so ein Tier seinen Kindern zeigen kann, ist das schon ein schönes Erlebnis. Biber sind tolle Baumeister. Wie sie die Landschaft gestalten, kann positiv sein, führt aber auch zu Problemen. Es ist nicht nur schön und romantisch, in der Natur Tiere zu beobachten, sondern man muss auch immer das große Ganze sehen. Darauf fehlt manchmal, finde ich, bei gewissen Fraktionen ein bisschen der Blick, weil dort immer die Naturromantik dabei ist, wir aber in einer Kulturlandschaft leben und nicht in der puren Naturromantiklandschaft. Es wurde schon erwähnt, was für Probleme es gibt: Überflutungen, gefällte Bäume, Unterhöhlungen von Uferböschungen, in die Landmaschinen einbrechen können, was dann wiederum zu Folgen führen kann, wenn man die Maschinen benutzen möchte. Das darf man einfach nicht verschweigen. Bei Überflutungen von Naturschutzgebieten ist das Land bereit, einzugreifen. Aber wenn Privatpersonen und Eigentümer von Grund und Boden betroffen sind, lässt man diese im Stich. Der Biber bringt noch eine andere Problematik mit: Der Biber ist ein Nagetier, und er vermehrt sich wie ein Nagetier. Das sage ich aus Erfahrung, weil ich persönlich schon länger beobachte, wie sich Biber entwickeln. (Vereinzelt Heiterkeit) (Udo Stein) Am Anfang sieht man einen Biber, dann fünf und dann immer mehr. Der Kollege Hoher hat es schon gesagt. Die Zahl der Biber hat sich von 2 000 auf 7 500 erhöht. Wenn ich mit unserem Bibermanager rede, erfahre ich, was da intern gesprochen wird: Dort ist nicht mehr von 7 500 Bibern, sondern von 12 000 Bibern die Rede. Sie sagen ja selbst – das steht auch in der Stellungnahme zu dem Antrag –: Es liegen keine konkreten Zahlen vor. Da müssen wir ganz klar festhalten, dass der Biber in Baden-Württemberg keine bedrohte Tierart ist. (Zuruf der Abg. Martina Braun GRÜNE) Auch mit Blick auf die Bibermanager, auf die Betreuer: Wenn sich der Biber so weiterentwickelt, dann haben wir irgendwann jeden Baden-Württemberger als Bibermanager und Biberbeauftragten. (Zuruf: Justin Bieber! – Heiterkeit) Was aber ganz massiv getan gehört, ist einfach, wenn man das große Ganze sieht, zu sagen: Wir haben bei uns eine Wildart, die sich vermehrt – – (Unruhe)

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