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Raimund Haser

CDU 10.03.2022 Sitzungen 17/32

Sehr geehrter Herr Präsident, meine lieben Kolleginnen und Kollegen! Herr Bonath, selbstverständlich steht das Thema „Grüner Wasserstoff“ – die Ministerin hat es ja auch bestätigt – ganz oben auf unserer Liste. Warum? Ich stimme Herrn Lindner zu, dass grüner Wasserstoff die Energie der Freiheit ist, und zwar deswegen, weil (Raimund Haser) er genau dort erzeugt werden kann, wo man ihn erzeugen möchte, wo Länder sich dazu bereit erklären. Das kann aus Australien kommen, das kann aus Südafrika kommen, das kann aus Südamerika kommen, das kann aus Nordamerika kommen. Jeder, der genügend Strom zur Verfügung hat – auch Island –, kann einen Beitrag dazu leisten. Und damit machen wir uns selbstverständlich unabhängig, nicht nur von einem Staat wie Russland, mit dem wir jetzt Ärger haben. (Zuruf des Abg. Emil Sänze AfD) Vielmehr gab es auch mal Zeiten, in denen wir mit anderen Staaten Ärger hatten, die rohstoffreich sind. Deswegen stimme ich Ihnen dabei absolut zu. Der zweite Punkt, das Thema Abhängigkeit – Frau Walker, Sie haben es gesagt –: Wir haben uns in diese Abhängigkeit begeben. Da müssen wir uns schon ehrlich machen. Die Abhängigkeit Deutschlands und Baden-Württembergs ist schlicht und einfach eine geografische Frage. Es wohnen einfach ziemlich viele Menschen an einer Stelle, an der es keine Rohstoffe gibt, (Zuruf des Abg. Emil Sänze AfD) wo auch weniger Möglichkeiten für Windkraft bestehen als z. B. in Schleswig-Holstein oder in Niedersachsen. Das ist eine Tatsache. Deswegen hat man in Baden-Württemberg in der Vergangenheit andere Wege eingeschlagen. Und dass wir diesen Weg heute nicht weitergehen wollen, auch das möchte ich ausdrücklich bestätigen. Es geht nicht um die Frage, ob wir eine Rolle rückwärts machen. Es geht aber um die Frage, woher morgen unser Strom kommt. Deswegen habe ich, was das Thema „Prüfung der Energieversorgung“ betrifft, schon eine Bitte: Wenn die Alternative für 10 000 GWh aus Neckarwestheim die Steinkohle aus Kolumbien ist, dann ist das unter CO -Gesichtspunkten ein unverantwortlicher Weg. Deswegen möchte ich, dass wir in unserer Infrastruktur, in unseren europäischen Nachbarländern, in unseren Partnerschaften alles nutzen, um diesen Weg so intelligent wie möglich zu gehen – und wenn man am Schluss, wie Frau Walker es ausgeführt hat, zu der Erkenntnis kommt, dass ein Weiterbetrieb nicht möglich ist. Aber dann darf es kein Automatismus in die kolumbianische Steinkohle sein. Da müssen wir alle auch im Interesse unseres Landes aufpassen. Vielen Dank. (Beifall bei der CDU)

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