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Alena Trauschel

FDP 10.03.2022 Sitzungen 17/32

Genau. – Es ist ein erfreulicher Lichtblick, dass das Bundeskabinett gestern die Vorlage von Bundesjustizminister Marco Buschmann beschlossen hat, den § 219a ersatzlos zu streichen. (Beifall bei der FDP/DVP sowie Abgeordneten der Grünen und der SPD – Abg. Andreas Stoch SPD: Ge- genwart!) eriode – 32. Sitzung – Donnerstag, 10. März 2022 Die jahrzehntelange staatliche Diskriminierung von Frauen hat Narben erschaffen, die bis heute nicht verheilt sind. Und es gibt weiter viel zu tun. Nehmen wir beispielsweise das Thema „Gender-Data-Gap“. Der weibliche Körper reagiert bei bestimmten Krankheiten und Verletzungen anders als der männliche. (Zuruf von der AfD) Dennoch werden der männliche Körper und dessen Symptome meist als Referenz für den weiblichen genommen. Medizinische Studien werden primär mit gesunden jungen Männern durchgeführt. Und Frauen haben beispielsweise bei einem Herzinfarkt andere Symptome als Männer. Das kann zu lebensgefährlichen Fehldiagnosen bei Frauen führen, die mit einer geschlechterspezifischen Betrachtung vermeidbar wären. (Abg. Bernd Gögel AfD: Es gibt doch gar keine Ge- schlechter mehr!) Das Problem, dass sich implizite gesellschaftliche Rollenbilder schädlich auf die Medizin auswirken, „funktioniert“ übrigens in beide Richtungen. Denn bei psychischen Erkrankungen werden häufig Frauen als Norm genommen, worunter die Versorgung und Behandlung von Männern leidet. Wir sehen: Veraltete Rollenbilder, die von Konservativen und Rechtsextremen oftmals forciert werden, (Zuruf von der CDU: Quatsch!) schaden im Ergebnis allen. Es ist der Staat, der die Medizin von vorn bis hinten durchreguliert. Daher muss es auch der Staat sein, der an diesem untragbaren Zustand etwas ändert. Wenn wir schon bei untragbaren Zuständen sind, dann sind wir bei der Coronapolitik der Landesregierung. Es ist Ihre Symbolpolitik – –

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