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Dr. Uwe Hellstern

AfD 03.02.2022 Sitzungen 17/28

Sehr geehrter Herr Präsident, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Die von den Regierungsfraktionen initiierte heutige Debatte soll wohl weiße Salbe auf die Wunde streuen, welche sie Natur und Landschaft in Baden-Württemberg in Zukunft zufügen wollen. Ihr Windradwahn in unserem Schwachwindland wird die Artenvielfalt weiter reduzieren. ode – 28. Sitzung – Donnerstag, 3. Februar 2022 (Abg. Dr. Markus Rösler GRÜNE: Dass das kommt, da hätte ich Wetten abschließen können!) Unsere letzten Naturflächen werden in Produktionsstandorte überführt. So hatten sich das die Parteigründer der Grünen ganz sicher nicht vorgestellt. (Beifall bei der AfD) Die ökologische Bilanz der Grünen, welche seit über zehn Jahren das Land regieren, ist niederschmetternd. Einst angetreten, um Biodiversität zu bewahren, den Artenschwund zu stoppen und den Flächenverbrauch zu beenden – heute kann man konstatieren: kein einziges Ziel erreicht. Dass man sich nun mit den Biosphärengebieten schmücken will, die es auch schon vor der grünen Regentschaft gab, ist bezeichnend. Die eher lückenhafte Antwort auf meine Kleine Anfrage vom Juni letzten Jahres, Drucksache 17/264, in der danach gefragt wurde, wie sich die Artenvielfalt im Land während der Regierungszeit der Grünen entwickelt hat, kann man so zusammenfassen: Gebessert hat sich nichts, es ging eher weiter bergab. Die negative Entwicklung wird sich nach der geplanten Schleifung des Artenschutzes für die Energiewende beschleunigt fortsetzen, egal, ob Biosphärengebiet. Hecken sind nun Biomasselieferanten und nicht länger Vogelbrutplätze. Der stumme Frühling, vor dem Rachel Carson 1962 gewarnt hat, Startschuss für die Ökobewegung, wird im Land nun endgültig wahr. Letzte Woche wurde im Umweltausschuss von Dr. Rösler der Rückgang der Streuobstwiesen im Land beklagt. Er musste aber zugeben, dass das nicht nur durch Baumaßnahmen geschehen ist, sondern auch durch nicht mehr erfolgte Pflege. (Abg. Dr. Markus Rösler GRÜNE: Habe nie was an- deres gesagt! Das ist kein Oder, sondern ein Sowohl- als-auch!) Streuobstwiesen als Biotope waren eines der hervorstechendsten Merkmale für das erste Biosphärengebiet im Land, die Schwäbische Alb. Und nun ein bilanzierter erheblicher Rückgang in den zehn Regierungsjahren der Grünen, dazu ein vorprogrammierter drastischer weiterer Verlust in der Zukunft: Sieht so erfolgreiche Ökopolitik aus? (Beifall bei der AfD) Statt qualitativem Wachstum, besserer Bildung, immer besserer Technik und höherer Produktivität haben wir im Land grünen Bildungsnotstand, wuchernde Bürokratie, Planwirtschaft und einen Rückgang im produzierenden Gewerbe. (Beifall bei der AfD – Zuruf von der AfD: Bravo!) Die wenigen Produktiven sind zu immer mehr Technik- und Energieeinsatz gezwungen, um den Karren der Versorgungsbürokratie noch zu ziehen. Wo früher z. B. Traktoren zur Holzernte in den Wald fuhren, kommt heute der dieselfressende Vollernter zum Einsatz. Dann gibt es alle 40 m eine Rückeschneise, was 10 % der Waldflächen beansprucht. Das ist nur ein Beispiel, wie der Wandel in den letzten Jahren unter der grünen Herrschaft tatsächlich war. (Dr. Uwe Hellstern) Dass sich der Flächenfraß sogar wieder beschleunigt hat, ist auch der dümmlichen Parole „Wir haben noch viel Platz“ geschuldet. In unserem Land, einer der am dichtesten besiedelten Regionen Europas, ist das blanker Unfug. Mit weiteren 2 bis 3 % Flächenfraß durch unnütze subventionierte Energieanlagen in der Landschaft kommt jetzt der Flächenverbrauchsbooster: eine Biosphäre aus Riesenspargeln, Solarpanelen statt Erdbeerfeldern, Infraschall und Sondermüll von Windkraftanlagen – das ist eine Karikatur von Umweltschutz. (Beifall bei der AfD – Zuruf des Abg. Raimund Ha- ser CDU) Hieß die Warnung des Club of Rome vor 50 Jahren noch „Grenzen des Wachstums“, haben wir jetzt grüne Wachstumsfanatiker an der Macht. Bevölkerungswachstum durch Niederlassungsfreiheit für jedermann in unserem Land. Menschen haben Bedürfnisse und brauchen Energie, besonders in einem winterkalten Land wie unserem. Mehr Bevölkerung bedingt natürlich ständig wachsende Wohnungs-, Gewerbe- und Verkehrsflächen. Der Transfer von Bevölkerung von Süden nach Norden ist Klimawahnsinn. (Beifall bei der AfD) Ich appelliere hier nicht an die grünen Systemtransformierer, sondern an diejenigen, die ihnen zu Mehrheiten verhelfen. Beenden wir den grünen Angriff auf Natur und Umwelt, auf unsere Bildungssysteme und auf unsere Kulturlandschaft. Schaffen wir wieder ein Biosphärenreservat, das ganz Baden-Württemberg umfasst. Machen wir ohne die grünen Umweltfeinde vernünftige, lösungsorientierte Umweltpolitik. Vielen Dank. (Beifall bei der AfD – Zuruf von der AfD: Bravo!)

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