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Manuel Hailfinger

CDU 03.02.2022 Sitzungen 17/28

Sehr geehrter Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich kann die Ausführungen von Markus Rösler eigentlich nur bestätigen. Ich bin tatsächlich von der Alb ra, und ich bin saumäßig stolz darauf. riode – 28. Sitzung – Donnerstag, 3. Februar 2022 (Beifall bei der CDU und Abgeordneten der Grünen – Abg. Dr. Markus Rösler GRÜNE: Bravo!) Ich kann Ihnen allen berichten: Nicht nur ich bin stolz auf das, was sich in den letzten 17 Jahren im Biosphärengebiet Schwäbische Alb entwickelt hat, sondern wir alle dort sind sehr, sehr stolz. 98 % der Menschen, habe ich in einer Umfrage gelesen, stehen hinter diesem Projekt. Dies liegt auch daran, dass man von Anfang an sehr viel richtig gemacht hat. Markus Rösler hat in meinem Nachbarort gewohnt, als er diese Dissertation über das Biosphärengebiet geschrieben hat, und man muss ehrlich sagen: Dafür gebührt ihm ein Lob. Viel von dem, was dort entstanden ist, ist auf der Grundlage seiner wissenschaftlichen Arbeit entstanden. Herzlichen Dank dafür. (Beifall bei der CDU und den Grünen sowie der Abg. Gabriele Rolland SPD) Wir standen im Jahr 2005 an dem Punkt, dass der Truppenübungsplatz aufgelöst wurde, und wir mussten schauen: Wie geht es weiter? Die Gunst der Stunde hat dann unser damaliger Ministerpräsident Günther Oettinger zusammen mit der FDP genutzt, als er in seiner ersten Regierungserklärung sagte: Wir, das Land Baden-Württemberg, machen, wir initiieren – das ist wichtig, das ist eine kleine Differenzierung, die man vornehmen muss – diesen Prozess als Leuchtturmprojekt der Landesregierung. Tolle Geschichte. (Beifall bei der CDU und Abgeordneten der Grünen – Abg. Dr. Markus Rösler GRÜNE: Genau, bravo!) Es waren dann die Städte und Gemeinden rings um diesen Truppenübungsplatz, zunächst Bad Urach, Münsingen und Römerstein, die sofort gesagt haben: „Da machen wir mit.“ Aber das hat eine unglaubliche Dynamik bekommen. Es waren am Ende wirklich brutal viele Interessenten, kann ich nur sagen, die schon damals mitmachen wollten. Am Ende wurden es 29 Städte und Gemeinden in drei Landkreisen. Es ist wirklich genial, dieses Projekt kreis- und regierungsbezirksübergreifend geschaffen zu haben. Beteiligt waren die Landkreise Reutlingen, Esslingen und Alb-Donau. Im Januar 2006 hat man gesagt: Jetzt veranstalten wir einmal einen kleinen Informationsprozess. Dabei hat man alle mitgenommen; das ist wirklich sehr gut und sauber gelaufen. Der damalige Minister Peter Hauk hat das zusammen mit dem Regierungsbezirk und den Landkreisen federführend in die Hand genommen und einen Beteiligungsprozess sehr gut initiiert, wobei auch alle Verbände mitgenommen wurden. So sind wir am Ende in einem Prozess gelandet, in dem alle gesagt haben: Das wollen wir machen. Das war einstimmig: Wir wollen da hinein; das ist eine tolle Geschichte. Das Land hat dann den richtigen Schritt gewählt und hat im März 2008 das Biosphärengebiet Schwäbische Alb ausgewiesen. Ein Jahr später gab es die Zertifizierung durch die UNESCO. Dieses Modellprojekt ist einfach genial. Es zeigt, wie man nachhaltige Entwicklung betreiben kann, wie man ökologische, ökonomische und soziale Interessen in ein Leitbild bekommt, mit naturschutzorientierter und nachhaltiger Regionalentwicklung – ohne dass die Landwirtschaft dabei zu kurz kommt; das muss man immer wieder sagen. Der Erhalt und (Manuel Hailfinger) die Weiterentwicklung der durch die Landwirtschaft über so viele Jahrhunderte geprägten Kulturlandschaft bei uns spielen hier nämlich eine ganz besondere Rolle. (Beifall bei der CDU und Abgeordneten der Grünen) Jetzt könnte man ja meinen, es gehe bei einem solchen Biosphärengebiet eigentlich nur um Naturschutz, aber weit gefehlt. Ich habe es mehrfach gesagt: Die Landwirtschaft steht an erster Stelle, regionale Entwicklung, Nachhaltigkeit bei der wirtschaftlichen Betätigung, die Förderung regenerativer Energieformen und die attraktive touristische Präsentation des Gebiets – es ist die ganze Palette, die wir hier fahren können. Mensch und Natur im Einklang, um für nachfolgende Generationen alles so schön zu erhalten, wie wir es jetzt haben: Das ist doch ein toller Leitgedanke. Ich bin wirklich sehr, sehr stolz darauf, dass dies so gut gelingt. (Beifall bei Abgeordneten der CDU und der Grünen – Abg. Udo Stein AfD: Mit Windrädern!) Mir läuft leider die Zeit davon, deswegen will ich nur noch kurz sagen: Wir sind im September 2021 von der UNESCO rezertifiziert worden. Das war ein weiterer wichtiger Baustein; damit haben wir für weitere zehn Jahre das Label UNESCO-Biosphärenreservat. Viel besser ist aber noch – das kann ich aus der Stellungnahme der UNESCO zitieren –, dass das Biosphärengebiet Schwäbische Alb insgesamt als „besonders modellhaft unter den Biosphärenreservaten weltweit“ bezeichnet wurde. Was für eine tolle Geschichte! Ich muss ehrlich sagen: Das liegt natürlich insbesondere daran, dass wir sehr viele innovative Produkte entwickeln konnten, dass wir die naturschutzorientierte Marke ALBGE-MACHT entwickelt haben und dass wir bei der Bildung für Nachhaltigkeit vorangekommen sind mit den Biosphärenschulen. (Beifall bei der CDU und Abgeordneten der Grünen) Jetzt läuft meine Redezeit leider ab; deswegen komme ich zum Ende. Es geht nun darum – wir haben es in den Koalitionsvertrag hineingeschrieben –, ein weiteres Biosphärengebiet zu initiieren. Wichtig wird jetzt sein, dass dies alle dort wollen, so, wie es auch bei uns war. Das ist das Entscheidende; darauf kommt es an. Ich drücke die Daumen, dass das am Ende auch so ist. Vielen Dank. (Beifall bei der CDU und den Grünen sowie auf der Regierungsbank – Abg. Thomas Blenke CDU: Sehr gut! – Zuruf von der CDU: Bravo!)

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