Jonas Weber
Sehr geehrter Herr Minister, als Wahlkreisabgeordneter des Wahlkreises Rastatt und als Be wohner der Stadt Rastatt treibt es einen natürlich um, wenn in der Stadt inzwischen 15 Menschen an diesem fürchterlichen Ausbruch verstorben sind. Es gibt einen zweiten Fall – der Kollege Weirauch hat ihn schon angesprochen – in Mannheim. Auch da gab es ein Ausbruchsgeschehen mit vielen Toten. In beiden Fällen zeigten sich eine niedrige Impfquote und da nach durch die Heimaufsicht festgestellte pflegerische Män gel, die dann zu staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen führ ten. Ich glaube, uns allen muss bewusst sein, dass der Schutz von vulnerablen Gruppen ganz immens wichtig ist. Daher meine Frage: Hat die Heimaufsicht in vorherigen Be gehungen die pflegerischen Mängel nicht feststellen können, oder war sie gegebenenfalls gar nicht vor Ort, sodass die Män gel gar nicht festgestellt werden konnten? Also sprich: Ist die Heimaufsicht ein Stück weit zu spät gekommen, weil sich die Ausbruchsgeschehen ja bereits ereignet hatten? Minister für Soziales, Gesundheit und Integration Manfred Lucha: Diese Frage muss ich Ihnen schriftlich beant worten. Mir liegt zur Heimaufsicht dieser konkrete Vorgang nicht vor. Sie selbst waren ja Geladener – – Nicht „Gelade ner“. Sie waren beteiligt bei der letzten Information, Sonder information über den Ausbruch. Das, was die dortige Heim aufsicht vom ersten Tag an dokumentiert hat, wie sie mit dem Träger umgeht, hat mir nicht den Eindruck vermittelt, dass dort Fürsorgepflichtverletzungen seitens der örtlichen Heim aufsicht und der Gesundheitsämter feststellbar sind. Ganz im Gegenteil, eine hohe empathische und faktische – – Die ganz konkreten Fragen müssten Sie mir schriftlich stellen, damit ich Ihnen über die Ablaufprozesse – auch über Kontakte, Akteneinsicht, Heimbegehungen, Qualitätsüberprüfungen – berichten könnte.
