Joachim Steyer
Sehr geehrter Herr Präsident! Was ich mir – als Seiteneinsteiger in der Politik mit 40 Jahren Berufserfahrung – hier anhören muss, das schlägt dem Fass – – (Abg. Andreas Deuschle CDU: Dem Regenfass den Boden aus!) Ich finde dafür gar keine Worte. (Beifall bei der AfD) Meine lieben Kollegen, ich glaube, Sie haben meinen Antrag nicht verstanden. Thema verfehlt! Setzen, Sechs! Das kann ja wohl nicht wahr sein. (Beifall bei Abgeordneten der AfD) Zum einen geht es darum, dass wir die Regenwassernutzungsanlagen für den normalen Bürger fördern wollen, um Trinkwasser einzusparen, nicht mehr und nicht weniger. (Abg. August Schuler CDU: Das ist jetzt schon der Fall!) Wenn man in Baden-Württemberg Millionen für eine „THE LÄND“-Imagekampagne übrig hat, aber für Regenwassernutzungsanlagen keinen müden Cent, wenn man das Land mit gelben Pseudoortsschildern überfluten kann, aber die Bürger beim effektiven Hochwasserschutz im Regen stehen lässt, wenn man einem sinnvollen Antrag nur deshalb nicht zustimmt, weil er von jemand anderem kommt, dann, meine Damen und Herren, braucht man auch keine Krokodilstränen über die zunehmende Politikverdrossenheit der Bürger zu vergießen. Lassen Sie sich das gesagt sein. (Beifall bei der AfD – Abg. Dr. Bernd Grimmer AfD: Bravo!) Im Übrigen, Herr Staatssekretär, steht in der DIN 1989 ganz klar, dass für Waschmaschinen lediglich ein zweiter Anschluss da sein muss. Trinkwasser oder Regenwasser, womit ich letzten Endes meine Wäsche wasche, das ist völlig egal. Ich kann sie auch mit Coca-Cola oder mit Salzsäure waschen; das interessiert keinen Menschen. Es muss nur ein zweiter Anschluss da sein. Aber ich überlasse Ihnen gern diese Ausgabe der DIN. (Beifall bei der AfD – Zuruf von der AfD: Erklär es ihm noch mal unter vier Augen! – Der Redner bringt ein Blatt Papier zu Staatssekretär Dr. Andre Baumann.)
