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Dr. Uwe Hellstern

AfD 20.10.2021 Sitzungen 17/15

Beim Wasserstoff genauso!) Insofern ist Ihre Überschrift, das wäre der „tatsächliche Klimaschutz“, eine Botschaft für die 2030er-Jahre. Aber in den nächsten zehn Jahren wird es nicht wirklich helfen. Das spricht nicht gegen diese Kraftstoffe. Es spricht auch nichts dagegen, dass man etwas tut. Im Gegenteil, wir tun etwas, und das ist auch gut so, und das ist auch dringend notwendig. Wir müssen sogar schneller werden. Zur AfD will ich nach diesen radikalen Sprüchen, die ich jetzt schon den ganzen Tag gehört habe, nicht viel sagen. (Lachen bei Abgeordneten der AfD – Abg. Anton Ba- ron AfD: „Radikal“!) Was Sie offenbar noch gar nicht verstanden haben – Sie sind ja gegen erneuerbare Energien –: Der synthetische Kraftstoff geht nur mit erneuerbaren Energien. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen – Abg. Migu- el Klauß AfD: Nein, mit der Kernkraft! – Abg. Udo Stein AfD: Genau das ist der Denkfehler! – Weitere Zurufe) riode – 15. Sitzung – Mittwoch, 20. Oktober 2021 Das heißt, Sie müssen eine vielfache Menge – – Sie können ja einmal versuchen, in Deutschland wieder Atomkraftwerke einzuführen, (Abg. Bernd Gögel AfD: Das werden Sie noch erle- ben! – Zuruf: Genau! – Weitere Zurufe) dann werden Sie merken, dass Sie von vorgestern sind. (Beifall bei den Grünen – Vereinzelt Beifall bei der CDU – Widerspruch bei der AfD) Es wird ja heute schon darüber diskutiert, ob es überhaupt möglich ist, die Verkehrswende mit batterieelektrischen Fahrzeugen hinzubekommen, weil man so viel erneuerbare Energien braucht. Und tatsächlich ist das eine richtige Herausforderung. (Zuruf von der AfD) Nur: Wenn ich komplett auf synthetische Kraftstoffe setze, (Abg. Friedrich Haag FDP/DVP: Hat keiner gesagt! – Abg. Jochen Haußmann FDP/DVP: Sagt ja keiner!) dann brauche ich die siebenfache Menge. Da muss ich sagen: Das werden wir in Deutschland – aber das haben Sie ja erkannt – so nicht schaffen, sondern hierfür brauchen wir eine internationale Produktionsstruktur, die wir aufbauen müssen. (Abg. Friedrich Haag FDP/DVP: So ist es! Genau das ist es! – Zurufe von der AfD, u. a. des Abg. Dr. Rai- ner Podeswa) Genau das müssen wir machen, genau das muss die neue Bundesregierung einleiten. Denn es ist eine Illusion, dass wir in Deutschland alles, was wir bislang an Erdöl importieren, in den kommenden Jahren über erneuerbare Energien ersetzen können. (Beifall bei Abgeordneten der Grünen – Vereinzelt Beifall bei der CDU – Abg. Anton Baron AfD: Und das kommt von Ihnen! Oh Gott! – Weitere Zurufe) Meine Damen und Herren, lieber Kollege Haag, seit 2017 haben wir mit dem Strategiedialog Automobilwirtschaft den Ansatz, Kraftstoffe neu zu denken, vorangetrieben, und zwar nicht nur als Idee, sondern ganz praktisch als Projekt, zusammen mit verschiedenen Projektmitträgern. Da ist die Automobilwirtschaft mit dabei. Das Ganze läuft nämlich nicht unter dem Dach der Automobilwirtschaft, sondern des KIT, des Instituts in Karlsruhe. Dabei sind: Porsche, Daimler, Logistikfirmen, die Deutsche Bahn. Es ist ein breiter Kreis. (Zuruf von der AfD) Das zeigt einfach, dass man in allen Branchen daran interessiert ist, die synthetischen Kraftstoffe voranzubringen. Aber alle wissen, dass das ein aufwendiger Prozess ist. Mein Haus ist dabei, diesen Prozess zu steuern. Wir sind da weit vorn. Ich muss schon sagen: Herr Haag, was wir nicht mehr brauchen, sind irgendwelche kleinen Modellprojektchen. Darüber sind wir längst hinweg. (Abg. Friedrich Haag FDP/DVP: Dann bestellen Sie große Mengen!) (Minister Winfried Hermann) Das haben wir in den letzten Jahren gemacht. Worum es jetzt geht, ist, die Hochskalierung zu organisieren. (Abg. Friedrich Haag FDP/DVP: Genau so ist es! –

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