Dr. Uwe Hellstern
Herr Minister, das hört sich ganz gut an, und Nachhaltigkeit ist etwas Schönes. Was man mit Biogas anstellen kann, ist auch gut. Aber ich habe dabei immer das Problem mit der Flächenkonkurrenz. Wenn bei uns im Kreis z. B. eine Baumaßnahme für Infrastruktur durchgeführt wird, suchen wir Ausgleichsflächen. Die holen wir uns dann von der Landwirtschaft. Wenn nun aber 2 % der Landesfläche für Windkraft- und Freiflächensolaranlagen vorgesehen werden, handelt es sich vermutlich auch dabei um Flächen, die von der Landwirtschaft kommen. Daneben haben wir noch die traditionelle Nahrungsmittelproduktion und -versorgung. Es ist schön zu hören, dass man alles auf nachwachsende Rohstoffe umpolen will, aber die dürfen dann natürlich nicht aus abgeholzten Regenwäldern im Amazonasgebiet kommen, sondern müssten ja aus Flächen kommen, die für die Landwirtschaft schon immer da waren. Da habe ich ein Problem mit der Vielfachverwendung von Flächen, die diese Regierung propagiert. Beim Artenschutz gibt es dann auch mehr Fläche usw. Damit habe ich also ein Problem. Sie reden bei diesen Dingen immer so, als stünde Fläche unbegrenzt zur Verfügung. So groß sehe ich unser Land allerdings nicht. (Zuruf: Und die Frage?)
