Dr. Rainer Balzer
Sehr geehrter Herr Präsident, sehr geehrte Damen und Herren! Es mutet manches seltsam an – so auch hier – wie z. B., dass ausgerechnet Sie, die Grünen, dieses Thema auf die Tagesordnung setzen. Sie waren es ja schließlich, die den Kindern über ein Jahr lang den Zugang zu den Schulen verweigert haben. (Zuruf) Tatsächlich waren die meisten Schulschließungen – ich glaube, das ist inzwischen unstrittig – überflüssig. (Vereinzelt Lachen) Hätten Sie doch stattdessen besser die Risikogruppen geschützt. (Unruhe) Ja, die Risikogruppen hätten Sie schützen müssen. Da haben Sie völlig versagt. (Beifall) Das Ergebnis ist die größte Bildungskrise aller Zeiten. Das wird wohl kaum noch jemand bestreiten. Neben der Bildung haben Sie den jungen Menschen auch ihre nötigen Sozialkontakte verweigert. Der Horizont der Menschen ist bekanntlich – das ist wohl unstrittig – unterschiedlich. (Zuruf: Das kann man wohl sagen! – Unruhe) Aber die jungen Menschen bekommen mittlerweile nur noch den Horizont eines Bildschirms; und das ist schlecht. Unser Ziel ist es, die Schule wieder zu einem Ort des fröhlichen Lebens und des Lernens zu machen. Lassen Sie die Jungs lperiode – 6. Sitzung – Mittwoch, 9. Juni 2021 und Mädels wieder das zeigen, was sie gern tun, nämlich ihre Fähigkeiten auszuleben, ihre Begabungen und ihre Freude an der Bewegung zu zeigen. Bildung statt Beeinflussung ist für die Kinder heute notwendiger denn je. Was meine ich damit konkret? Wenn Sie den Jugendlichen in diesem Land wirklich helfen wollen, wenn Sie die Kinder und Jugendlichen stärken wollen, dann habe ich folgende Vorschläge: Beenden Sie am besten sofort die seltsamen, unterschiedlichen Testvorschriften und die Maskenpflicht in den Schulen, in allen Bildungsbereichen. (Beifall) Sorgen Sie dafür, dass sofort, zügigst wieder zum regulären Präsenzunterricht zurückgekehrt wird, und ergänzen Sie selbigen dort, wo Mängel bestehen – und diese sind leicht zu finden; da brauchen Sie nur einmal einen Schulbesuch zu machen –, durch freiwilligen Zusatzunterricht an den Nachmittagen. Inhaltlich sollten Sie das stärken, was in unserem Land wichtig ist und den Wohlstand gebracht hat, nämlich Mathematik und die Naturwissenschaften. Machen Sie sich stark für den Erhalt des dreigliedrigen Schulsystems, und führen Sie das Leistungsprinzip – das wollen die jungen Menschen eigentlich auch – an den Schulen und Universitäten wieder vollumfänglich ein. (Beifall) Und als letzter konkreter Tipp: Werten Sie die Ausbildungsberufe wieder auf! Wir haben im Moment Mitteilungen von allen Handwerksbetrieben, dass die Zahl der Ausbildungsverhältnisse wegen Corona zurückgeht. Deshalb sollte man darüber nachdenken. Sie alle miteinander wissen ganz genau: Ein Meister – ein guter Mann oder eine gute Frau – ist mindestens genauso viel wert wie ein Master. Damit können Sie sich dann auch gleich des deutschen Erfolgsmodells des dualen Studiums annehmen und dieses verbessern oder stärken. (Beifall) Hören Sie auf mit der Indoktrinierung mit den Gendersternchen und den Genderungetümen und der Frühsexualisierung in der Schule! (Oh-Rufe) – Komisch, dass ich gewusst habe, dass Sie jetzt „mäh“ machen. Aber das ist auch ein schönes Geräusch. (Zurufe) Kurzum: Bildung statt ideologischer Bildungsexperimente, das sollte das Ziel für die jungen Menschen und für uns hier in diesem Saal sein. Danke fürs Zuhören. (Beifall)
