Dr. Eva Högl
Ja, wir versuchen das selbstverständlich. Wir versuchen, im Austausch mit den Antragstellerinnen und Antragstellern zu sein, wir fragen auch nach. Das erhöht natürlich auch den Stress für die Kolleginnen und Kollegen im Migrationsamt, das will ich Ihnen ganz deutlich so sagen, wie es ist. Denn die Zeit, die sie am Telefon Fragen beantworten oder E-Mails beantworten, die fehlt ihnen für die Prüfung der Anträge. Deswegen versuchen wir auch, die Prozesse fortlaufend zu optimieren: auch der Einsatz von Künstlicher Intelligenz, auch die Nutzung der Anträge, die online eingereicht werden können. Gerade im Bereich von Einbürgerung darf uns aber nichts durchrutschen, ich sage das ganz deutlich. Das heißt, wir müssen wirklich sehr sorgfältig prüfen. Die Kolleginnen und Kollegen im Migrationsamt prüfen jeden Antrag sorgfältig, und sie machen das mit dem klaren Ziel: Wenn die Voraussetzungen vorliegen, soll die Person eingebürgert werden. Man könnte, glaube ich, auch schneller mal den einen oder anderen Antrag abbügeln. Das ist aber nicht unser Anspruch, sondern wir prüfen alle Urkunden, die vorgelegt werden, alle Voraussetzungen, auch zum Beispiel die Sicherung des Lebensunterhaltes, sehr gründlich und sehr sorgfältig, um den Personen gerecht zu werden.
