Torsten Klieme
Es gibt noch keine konkrete Planung dazu, und ich stelle es mir evaluatorisch auch ausgesprochen schwierig vor, die genaue Wirkung einer einzelnen Maßnahme auf Konzentrationsfähigkeit tatsächlich halbwegs trennscharf valide evaluieren zu können. Es spielen viele Faktoren für Fragen von Konzentrationsfähigkeit, Lernfähigkeit eine Rolle, und welche Kausalität wir da direkt zur Handynutzung herstellen können, das wird sicherlich schwierig werden. Was wir aber bestimmt machen könnten, ist: Wir könnten uns Meinungsbilder von Menschen einholen, die qualitativ begründet sind und die sehr eng mit Schülerinnen und Schülern zusammenarbeiten und die auch sehr eng beobachten. Das haben wir zum Teil schon gemacht, also wir haben uns ein Meinungsbild zum Beispiel von Schulsozialarbeitenden eingeholt, die sehr wohl davon berichten, dass sich das Verhalten von Schülerinnen und Schülern zum Beispiel bei der Pausengestaltung sichtbar und wahrnehmbar verändert hat. Die spielen wieder miteinander, sie unterhalten sich miteinander. Allein das sind Effekte, die wir beobachten können, aber da eine Kausalität zu messbaren Leistungsentwicklungs- und Qualitätsentwicklungsfaktoren herzustellen, wird sicherlich schwierig sein.
