Thomas Ehmke
Ich habe erst einmal ganz viel Verständnis dafür, dass jeder einen Behördengang, den er zusätzlich erledigen muss, als unangenehm empfindet, und ich verstehe wirklich, dass so eine Adressänderung – –. Ich meine, jeder, der umgezogen ist, weiß ja, welchen Aufwand man damit betreibt, wenn man neue – –. Wenn man dann aber sagt, ich bin ja gar nicht umgezogen, und jetzt muss ich das trotzdem alles machen, dann verstehe ich schon, dass die Begeisterung bei den Betroffenen sich ein Stück weit in Grenzen hält. Ich verstehe auch, dass in einer Situation, wo man immer noch nicht ganz beim Zieldatum ist, was die Geschwindigkeit bei der Terminvergabe angeht, die Begeisterung noch ein bisschen kleiner ist. Gleichwohl: Zwei Jahre dauert es nicht, einen Termin beim Bürgeramt zu bekommen. Ich will aber tatsächlich sagen: Ich will nicht so tun, als wüsste ich nicht, dass das für die Leute noch einmal ein zusätzlicher Aufwand ist, das ist einfach so, und damit muss der Beirat sich auseinandersetzen. Das führt auch dazu: Wenn es nur um die Frage ginge, was auf dem Straßenschild steht und man damit selbst nichts zu tun hätte, dann, glaube ich, wären viele auch nicht so intensiv als Anwohner in dem Verfahren drin, aber ich finde das auch legitim, denn es hat ja etwas mit ihrem persönlichen Aufwand und mit ihrem persönlichen Leben zu tun, und dann ist es auch okay, wenn sie sich da einbringen.
