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Dr. Andreas Bovenschulte

27.01.2026 Sitzungen 21/32

Ja, man muss sich immer vorstellen, man muss sich immer überlegen: Was will man mit Investitionen in Kunst und Kultur? Will man, dass das Ganze ein betriebswirtschaftlicher Erfolg wird, der sich selbst trägt, oder will man damit Kulturarbeit fördern? Wenn man sich ansieht, was wir im Tabakquartier geschaffen haben, dann ist das Raum, in dem regelmäßig ungefähr 75 Künstlerinnen und Künstler auf 4 500 Quadratmetern tätig sind, und das ist natürlich eine enorme Steigerung und Förderung der freien Szene. Der Senat steht zu 100 Prozent hinter den großen kulturellen Einrichtungen, hinter den Theatern, hinter den Museen und hinter anderen Institutionen, aber der Senat glaubt auch, dass die Attraktivität einer Stadt und eines Landes auch ganz stark von der freien Szene abhängt. Insofern, wenn ich mir die Investitionen ansehe im Verhältnis zu der Zahl der Leute, die gefördert werden und die tatsächlich dadurch ihrer künstlerischen Tätigkeit nachgehen können, Herr Bolayela, finde ich, ist es eine hervorragende Investition gewesen. Die stärkt ja nicht nur die künstlerische und kulturelle Szene, sondern sie trägt dazu bei, dass im Tabakquartier der Grundsatz „alte Quartiere in neuem Glanz“ auch verwirklicht werden kann, also hat neben dem Kulturellen auch noch eine quartiersbezogene Wirkung. Insofern glaube und denke ich, dass das als großer Erfolg zu bewerten ist und einen Beitrag dazu leistet, dass Bremen auch eine Stadt der freien Kulturszene und nicht nur einer hervorragenden Glocke und eines hervorragenden Theaters am Goetheplatz ist. (Beifall SPD)

Alle Reden von Dr. Andreas Bovenschulte Protokoll (PDF) ↗