Olaf Bull
Das Personal, das wir hoffentlich jetzt finden, das kann sich zum großen Anteil selbst refinanzieren, weil bei Scancars, da liegt ja noch viel mehr drin für den Fiskus. Es werden ja Zahlen behauptet, 50 Knöllchen können von echten Menschen erhoben werden, von den Scancars bis zu 1 000 in einer Stunde, aber dieser Scancars-Prozess ist eben auch sehr voraussetzungsvoll. Das Ganze fängt ja damit an, dass die Politik festlegen muss, wo darf man parken – das ist ja auch nicht ganz einfach –, das Amt für Straßen und Verkehr muss es dann umsetzen, dann muss in diesem System eine Schnittstelle hinterlegt werden. Wenn man auf bewirtschaftetem Parkraum parkt, muss das Kennzeichen eingegeben werden, die Automaten müssen so beschaffen sein, dann müssen Anwohnerberechtigungen erfasst sein, dass das Scancar das gleich gegenchecken kann, und dieser ganze Prozess wird ja nicht ohne Grund von der Uni Hohenheim begleitet, weil es eben auch eine Herausforderung ist, die gesamte Stadt zu kartieren, und dann fährt dieses Fahrzeug vorbei und erfasst in Windeseile das Fahrzeug, verpixelt die Menschen in den Fahrzeugen und muss dann noch einmal vorbeifahren, und dann erst wird der Vorgang ausgelöst, die Information an die Bußgeldstelle. Dann wäre es ja verrückt, wenn in der Bußgeldstelle auch nicht digitalisiert ist, wenn da die Menschen dann sitzen. Ja, sinnvoll ist dann auch eine Ermessensprüfung, aber wenn man diesen Prozess nicht auch weitgehend automatisiert, dann ist da keine große Synergie zu heben.
