Mark Rackles
Die politische Verantwortung übernimmt der Senat. Ich stehe hier als Senat und bin kein Schulleiter und kein Schulaufsichtsbeamter, sondern natürlich sind wir in der Verantwortung, das ist gar keine Frage; nur niemand kann sich die Welt schöner backen, als sie ist. Wir haben einen hohen Druck im System, einen hohen Druck – das ist eindeutig, wir sind ein Gesamtsystem aus der Bildungsverwaltung mit den Schulaufsichten und den Schulleitungen, die ja Teil der Behörde sind, wenn man es genau nimmt –, dieses Problem zu lösen, und die Kollegien hängen da mit dran, und der Wille, im Sinne der Kinder – –. Es geht ja am Ende nicht darum, dass es irgendwelche Sonderwünsche eines Senators oder eines Senats sind, absurderweise, sondern die Kinder müssen ja untergebracht werden. Daran arbeiten wir gemeinsam. Da, wo es geht – und wir werden nachher noch eine Große Anfrage im Raum haben –, sind auch bauliche Maßnahmen, Erweiterungsmaßnahmen – –. Es geht ja nicht um diese Notmaßnahmen als allgemeine Antwort, sondern tatsächlich die Regelantwort ist Erweiterung, da, wo es sinnvoll ist, und Notmaßnahmen da, wo es temporär ist. Mehr kann man – –. Das ist auch das, was ich den Schulen sage: Ich war kürzlich in Findorff, da ist der Musikraum jetzt gerade aufgelöst für einen normalen Klassenraum. Perspektivisch in Findorff – die haben sich bereit erklärt, auch als Schule noch einmal einen Zug zusätzlich hineinzunehmen – sind wir extrem dankbar auch im Sinne der Kinder und der Eltern, aber die Situation kann nicht auf Dauer so laufen. Deswegen wird man bei dem Bereich des Erweiterungsbaus und des Zusatzes da versuchen müssen, es nach vorn zu ziehen in der Priorisierung, das fehlt dann wieder woanders. Also es ist eine Gesamtschau. Deswegen, eine einfache, schlanke Antwort gibt es nicht. Wir leben in einer Zeit aufwachsender Schülerströme. Es ist absehbar, dass in absehbarer Zeit, in einer Vier-, Fünf-Jahres-Perspektive – darum wird es nachher gehen –, etwas Entspannung ins System kommt, aber im Moment ist es tatsächlich so eng, dass wir tatsächlich nur aus diesem Mix aus Erweiterung, Neubau und Notmaßnahmen oder Maßnahmen der Umschichtung die Kinder unterbekommen. Ich kann nur versuchen, da, wo Schulen besondere Belastungen haben, an anderer Seite zu entlasten, entweder in der Perspektive oder im baulichen Unterhalt oder in der Ausstattung, wie eben angesprochen. Das sind dann die Stellschrauben, wo man versuchen kann, das Leben etwas erträglicher zu machen.
